Mordfall aus 1992: Lebenslange Haft für Tötung einer Flugbegleiterin in Bonn
Gotthold UllmannMord an Flugbegleiterin vor 33 Jahren: lebenslange Haft in Bonn - Mordfall aus 1992: Lebenslange Haft für Tötung einer Flugbegleiterin in Bonn
Ein 59-jähriger Mann ist wegen des Mordes an einer 29-jährigen Flugbegleiterin in Bonn vor über 30 Jahren verurteilt worden. Der seit 1992 ungelöste Fall war von Ermittlern mithilfe moderner forensischer Methoden wiederaufgenommen worden. Das Landgericht Bonn verurteilte den Angeklagten nach seinem Geständnis zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
Das Opfer war 1992 tot in ihrer Erdgeschosswohnung im Bonner Stadtteil Bad Godesberg aufgefunden worden. Ihr Körper wies deutliche Spuren schwerer Gewalt auf, doch die ursprünglichen Ermittlungen führten nicht zur Identifizierung eines Tatverdächtigen. Jahrelang blieb der Fall ungelöst.
Erst im vergangenen Jahr nahmen Ermittler der Bonner "Cold-Case"-Einheit die Untersuchungen wieder auf. Mit fortschrittlichen forensischen Verfahren sammelten sie neue Beweise, die im Mai 2023 zur Festnahme des 59-Jährigen führten. Der Angeklagte gestand später, die Frau in ihrer Wohnung vergewaltigt und getötet zu haben.
Während des Prozesses forderten die Staatsanwälte eine lebenslange Haftstrafe und begründeten dies mit der besonderen Brutalität der Tat, die die höchste Strafe rechtfertige. Die Verteidigung plädierte hingegen für eine Freiheitsstrafe von maximal zehn Jahren. Das Gericht folgte schließlich der Anklage und verurteilte den Mann zu lebenslanger Haft.
Dem Angeklagten wurde zudem vorgeworfen, in der Wohnung des Opfers einen Brand gelegt zu haben, wobei die genauen Umstände im Prozess nicht vollständig aufgeklärt wurden.
Die Verurteilung bringt einen Fall zum Abschluss, der mehr als drei Jahrzehnte lang ungelöst blieb. Dank moderner forensischer Methoden gelang es den Ermittlern schließlich, den Täter zu überführen. Der Verurteilte muss nun eine lebenslange Haftstrafe für den Mord von 1992 verbüßen.
