Zoll sprengt illegale Zigarettenfabrik in NRW – Millionen-Schaden durch Steuerbetrug
Heinz-Josef ZirmeZoll deckt illegale Tabak- und Zigarettenproduktion auf - Zoll sprengt illegale Zigarettenfabrik in NRW – Millionen-Schaden durch Steuerbetrug
Zollbeamte in Nordrhein-Westfalen haben in Coesfeld einen großangelegten illegalen Betrieb aufgedeckt. Bei der Razzia wurden eine nicht genehmigte Produktionsstätte für Shisha-Tabak sowie eine Zigarettenfabrik entdeckt. Gegen einen 45-jährigen Tatverdächtigen wird nun nach seiner Festnahme wegen Steuerhinterziehung und Betrugs ermittelt.
Die Produktionsanlage war in der Lage, stündlich 5.600 Zigaretten herzustellen. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten fanden die Behörden 30.000 unversteuerte Plagiatzigaretten, die bereits für den Versand verpackt waren. Weitere Durchsuchungen in der Wohnung und der Garage des Beschuldigten förderten zusätzliche 31.000 unversteuerte Zigaretten sowie 40 Kilogramm Rauchtabak zutage.
Die Ermittler beschlagnahmten zudem über 130 Kilogramm unversteuerten, gefälschten Wasserpfeifentabak, 15 Kilogramm Feinschnittabak und nahezu 70 Kilogramm weiteren Rauchtabak. Der geschätzte Steuerausfall durch diese Waren beläuft sich auf fast 55.000 Euro.
Im Rahmen der Aktion durchsuchten die Beamten auch die Wohnung eines 27-jährigen Komplizen. Dort stießen sie auf gefälschte Potenzmittel, ein verbotenes Messer, drei Kilogramm Captagon sowie 350 Gramm Marihuana. Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen übersteigt 122.000 Euro.
Der 45-jährige Hauptverdächtige bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen zur vollständigen Aufklärung des illegalen Produktions- und Vertriebsnetzwerks fortgesetzt werden. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Steuerbetrug und den Handel mit nicht regulierten Waren in der Region zu bekämpfen.






