01 May 2026, 04:12

Willichs Haushalt 2026 beschlossen – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Plakat für den American Rescue Plan, mit Text, der besagt, dass er die Kinderarmut in der Hälfte reduzieren würde, und einem Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Willichs Haushalt 2026 beschlossen – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in einer zügigen Sitzung von weniger als zwei Stunden Dauer verabschiedet. Die Entscheidung fiel einstimmig, doch es gab Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität der Stadt. Zudem kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Vertretern der Stadtverwaltung über geplante Änderungen bei den Kita-Gebühren, was zu gemischten Reaktionen der politischen Fraktionen führte.

Der Haushalt wurde ohne Gegenstimmen angenommen, wobei sich alle Fraktionen an eine strenge Redezeitbegrenzung von fünf Minuten hielten. Trotz der reibungslosen Verabschiedung warnte die Grünen-Fraktion, dass die Finanzen Willichs weiterhin prekär seien, und forderte dringende Maßnahmen zur Entlastung. Die SPD, die dem Haushalt zustimmte, betonte zwar die Notwendigkeit von Konsolidierungsmaßnahmen, lehnte jedoch zusätzliche Belastungen für Familien ab.

Zuvor hatte die SPD detaillierte Einsparvorschläge für 2026 vorgelegt, die sich vor allem auf nicht zwingend notwendige Ausgaben richteten. Die Partei begrüßte die Einführung des Bauturbos, um den sozialen Wohnungsbau zu beschleunigen, kritisierte jedoch die Streichung der Subventionen für das Deutschlandticket für Studierende.

Die Kita-Gebühren entwickelten sich zum Hauptstreitpunkt der Debatte. Derzeit zahlen nur 24 Prozent der Kinder in Willicher Tageseinrichtungen Gebühren, da die meisten aus finanziellen oder sozialen Gründen befreit sind. Eltern hatten gegen Pläne protestiert, die Gebühren zu erhöhen und höhere jährliche Anpassungen einzuführen. Der Jugendhilfeausschuss blockierte schließlich sowohl den Geschwisterzuschlag als auch die stärkere Erhöhung – damit bleiben die ermäßigten Gebühren für Geschwisterkinder bestehen. Allerdings beschloss die Mehrheit später, die jährliche Gebührenanpassung von zwei auf drei Prozent zu erhöhen und diese Erhöhung dauerhaft festzuschreiben.

Der neue Haushalt tritt im Juli in Kraft. Nun steht die Stadt vor der Herausforderung, die finanziellen Zwänge mit den Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Einklang zu bringen.

Der Haushalt 2026 ist zwar beschlossen, doch die Diskussionen über Kita-Kosten und die finanzielle Stabilität halten an. Die Stadt muss nun Einsparungen umsetzen, ohne die Bevölkerung übermäßig zu belasten. Besonders die dauerhafte Erhöhung der Gebühren um drei Prozent wird in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.

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