Warum Berliner auf der Rolltreppe keine Geduld für Regelbrecher haben
Heinz-Josef ZirmeWarum Berliner auf der Rolltreppe keine Geduld für Regelbrecher haben
Für Berliner ist Zeit fast das Wertvollste überhaupt. In einer Stadt, in der Minuten wie eine Währung wirken, können selbst kleine Verzögerungen Frust auslösen. Eine häufige Ärgerquelle? Menschen, die auf der linken Seite der Rolltreppe stehen und so diejenigen blockieren, die es eilig haben.
Die Stadt folgt einer ungeschriebenen Regel: Stehen rechts, gehen links. So bleibt die schnelle Spur frei für alle, die noch schnell einen Zug erreichen oder pünktlich zu einem Termin kommen müssen. Doch nicht jeder hält sich daran.
Erst kürzlich beobachtete ein Passant, wie jemand auf der linken Seite vertieft in sein Handy starrte – ahnungslos, dass sich hinter ihm eine immer längere Schlange bildete. Als die Menschen versuchen wollten, vorbeizukommen, sorgte die Blockade für sichtbare Verärgerung. Manche seufzten, andere verdrehten die Augen, einige murmelten verärgert vor sich hin.
Solche Szenen zeigen, wie sehr die Berliner auf Effizienz angewiesen sind. Ein einziger Regelbrecher auf der Rolltreppe kann den Fluss für Dutzende stören – ein Beweis dafür, wie kostbar Zeit in der Hauptstadt ist.
Der Vorfall erinnert daran, wie schnelllebig Berlins Kultur ist. Auf der linken Seite zu stehen mag harmlos wirken, doch es kann unnötige Verzögerungen verursachen. Für die Einheimischen ist es mehr als nur eine Höflichkeitsfrage, die Rolltreppe reibungslos in Bewegung zu halten – es ist eine Lebenseinstellung.






