10 May 2026, 04:12

VoltaVia revolutioniert Baustellen mit elektrischen Maschinen in der DACH-Region

Straße mit elektrischen Masten, Kabeln, Straßenlaternen, fahrenden Fahrzeugen, einem Schuppen, Topfpflanzen, Bäumen, Gras und einer bewölkten Himmel

VoltaVia revolutioniert Baustellen mit elektrischen Maschinen in der DACH-Region

VoltaVia: Ein Projekt zur Elektrifizierung von Baustellen in der DACH-Region

Ein neues Projekt mit dem Namen VoltaVia erforscht Wege, Baustellen in der DACH-Region zu elektrifizieren. Gefördert von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), zielt die Initiative darauf ab, Emissionen zu reduzieren, indem dieselbetriebene Maschinen durch sauberere Alternativen ersetzt werden. Forscher haben bereits Werkzeuge entwickelt, um den zukünftigen Energiebedarf von elektrischen und wasserstoffbetriebenen Geräten vorherzusagen.

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Am VoltaVia-Projekt beteiligt sind der Lehrstuhl für Produktionsengineering von E-Mobilitätskomponenten (PEM) der RWTH Aachen sowie Zeppelin Rental, ein Logistikunternehmen mit Sitz in München. Ihre Arbeit umfasst ein Energienachfragemodell, das reale Telematikdaten, Effizienzkennzahlen und Baustellengrößen kombiniert. Dieses Modell hilft, den Strom- und Wasserstoffbedarf für künftige Projekte zu prognostizieren.

Elektrische Baumaschinen bieten klare Vorteile gegenüber dieselbetriebenen Alternativen: Sie verursachen deutlich weniger Emissionen, erfordern weniger Wartung und sind einfacher zu bedienen. Das Projekt schätzt, dass auf einer 16 Kilometer langen Baustelle bis zu 960 Tonnen CO₂ eingespart werden könnten, wenn auf elektrische Geräte umgestellt wird.

Trotz dieser Vorteile bleiben Herausforderungen bestehen: Höhere Anschaffungskosten und eine begrenzte Ladeinfrastruktur bremsen die flächendeckende Einführung aus. Kurzfristig wird der Markt voraussichtlich auf batteriebetriebene Lösungen setzen, während wasserstoffbetriebene Maschinen langfristig vor allem für größere Geräte an Bedeutung gewinnen könnten.

Das Team hat verschiedene Versorgungsoptionen für elektrische Baumaschinen getestet, darunter Schnellladestationen am Straßenrand, mobile Batteriespeicher und Wasserstoffgeneratoren. Viele dieselbetriebene Maschinen sind bereits in elektrischen Versionen erhältlich oder werden als Prototypen entwickelt.

PEM-Leiter Achim Kampker betont die Bedeutung der Elektrifizierung von Baustellen und bezeichnet sie als sowohl ökologisch notwendig als auch wirtschaftlich sinnvoll. Der Wandel gilt als entscheidend für kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg zur Dekarbonisierung. Durch laufende Forschung und branchenübergreifende Zusammenarbeit soll das Projekt elektrische Baumaschinen in den kommenden Jahren zur praktischen Realität machen.

Quelle