Velbert informiert: Lebensverlängernde Maßnahmen und Patientenrechte im Fokus
Mirjana SchachtVelbert informiert: Lebensverlängernde Maßnahmen und Patientenrechte im Fokus
Informationsveranstaltung zu lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen in Velbert
Ende dieses Monats findet in Velbert eine Informationsveranstaltung zum Thema lebensverlängernde medizinische Maßnahmen statt. Die Veranstaltung richtet sich an gesetzliche Betreuer:innen sowie die interessierte Öffentlichkeit und ist ohne Anmeldung zugänglich. Organisiert wird sie vom Pflegeamt der Stadt Velbert, der Bergischen Diakonie Aprath und dem SKFM Velbert/Heiligenhaus.
Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. März, von 17:00 bis 18:30 Uhr in der Villa B (Höferstraße 37) statt. Als Referent wird Sebastian Schmitz, Fachmann vom Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgungsteam (SAPV) im Kreis Mettmann, über verfügbare Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige sprechen, die vor Entscheidungen zu lebensverlängernden Behandlungen stehen. Zudem werden die damit verbundenen rechtlichen Aspekte thematisiert.
In den letzten fünf Jahren hat Deutschland in diesem Bereich erhebliche rechtliche und ethische Fortschritte erlebt. Gerichtsurteile wie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2022 zur Sterbehilfe sowie Anpassungen im Betreuungsrecht haben die Patientenautonomie gestärkt. Neue Regelungen präzisieren nun etwa Patientenverfügungen und die palliative Sedierung gemäß § 114 des Strafgesetzbuchs. Auch die ethischen Debatten haben an Fahrt aufgenommen – insbesondere zu Fragen der Verhältnismäßigkeit von Behandlungen, der Vermeidung von Übertherapie und der Einbindung der Hospizversorgung. Diese Themen wurden durch die COVID-19-Pandemie und den Ausbau der Facharztweiterbildung in Palliativmedizin seit 2021 zusätzlich in den Fokus gerückt.
Ziel der Veranstaltung ist es, Orientierung in einem komplexen Themenfeld zu bieten. Gesetzliche Betreuer:innen und interessierte Bürger:innen können ohne Voranmeldung teilnehmen. Die Organisatoren hoffen, dass die Teilnehmenden nach dem Termin medizinische, ethische und rechtliche Fragestellungen souveräner bewältigen können.






