Schwerer Unfall auf Bahnhof Leichlingen: Mann von ICE erfasst und lebensgefährlich verletzt
Gotthold UllmannAblenken durch Handy auf dem Bahnsteig: Mann von durchfahrendem ICE erfasst - Schwerer Unfall auf Bahnhof Leichlingen: Mann von ICE erfasst und lebensgefährlich verletzt
Ein 27-jähriger Mann wurde auf dem Bahnhof in Leichlingen (Nordrhein-Westfalen) von einem mit hoher Geschwindigkeit fahrenden ICE erfasst, als er sich auf dem Bahnsteig aufhielt. Der Vorfall, an dem die Bundespolizei beteiligt war, führte zu erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr, nachdem die Strecke für die Ermittlungen vorübergehend gesperrt worden war.
Der Unfall ereignete sich, als der Mann am Bahnsteigrand stand und laut Zeugenaussagen durch sein Handy abgelenkt war. Er habe auf den herannahenden Zug nicht mehr rechtzeitig reagiert. Der Lokführer leitete nach Wahrnehmung der Gefahr sofort eine Notbremsung ein und betätigte die Warnhupe, doch der Zusammenstoß ließ sich nicht mehr verhindern.
Das Opfer erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Sankt Augustin geflogen. Die Behörden bestätigten, dass die Bundespolizei die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls leitet.
Die Sperrung des betroffenen Gleises verursachte Verspätungen für Reisende in der Region. Nach der Räumung der Unfallstelle und ersten Ermittlungen normalisierte sich der Zugverkehr allmählich wieder.
Der Mann befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung in der Universitätsklinik. Die Bahn hat noch keine Angaben dazu gemacht, ob zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen auf dem Bahnsteig eingeführt werden. Offizielle Statistiken zu ähnlichen Unfällen durch Ablenkung auf deutschen Bahnsteigen in den vergangenen drei Jahren liegen nicht vor.






