22 March 2026, 18:12

NRW plant schärfere Schulgesetze gegen Gewalt und Störungen im Unterricht

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen vor ihnen und Papieren an der Wand hinter ihnen.

NRW plant schärfere Schulgesetze gegen Gewalt und Störungen im Unterricht

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen treibt eine neue Gesetzgebung voran, um die zunehmende Gewalt und Störungen an Schulen einzudämmen. Nach dem Entwurf des Gesetzentwurfes sollen Lehrer und Schulleitungen stärkere rechtliche Befugnisse erhalten, um Schüler schneller aus dem Unterricht entfernen zu können, wenn die Sicherheit gefährdet ist.

Die geplanten Reformen sind eine Reaktion auf die wachsende Besorgnis über häufigere Vorfälle an Schulen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass 73 Prozent der Schulleiter im Land in den vergangenen fünf Jahren mit Gewalt gegen Lehrkräfte konfrontiert waren. Körperliche Angriffe stellen ebenfalls ein großes Problem dar: 43 Prozent der Schulen verzeichneten solche Fälle – ein höherer Wert als der Bundesdurchschnitt von 35 Prozent.

Das Bildungsministerium betont, dass jede Krise unterschiedlich verläuft und es daher keine pauschale Lösung geben könne. Um dem gerecht zu werden, sieht der Gesetzentwurf sowohl eine Ausweitung "pädagogischer Maßnahmen" als auch disziplinarischer Schritte vor. Bei leichteren Verstößen könnten Schüler für bis zu eine Woche in eine andere Klasse versetzt oder für zwei Tage vom Unterricht ausgeschlossen werden. In schweren Fällen wären Ausschlüsse von bis zu vier Wochen möglich – etwa vom Unterricht in bestimmten Fächern, von einzelnen Kursen oder schulischen Veranstaltungen.

Ziel der Änderungen ist es, Schulen mehr Handlungsfreiheit und Sicherheit im Umgang mit problematischem Verhalten zu geben. Schulleitungen sollen zudem sofort eingreifen dürfen, wenn ein Schüler eine ernsthafte Gefahr darstellt oder den Schulbetrieb stört.

Falls das Gesetz verabschiedet wird, könnten Schulen künftig schneller auf Bedrohungen und Gewalt reagieren. Lehrer und Schulleitungen hätten dann eine klarere rechtliche Grundlage, um Ausschlüsse durchzusetzen, wenn es nötig ist. Die Reformen sollen den Schulalltag in ganz Nordrhein-Westfalen sicherer machen.

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