NRW baut Ladesäulen aus – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot
Mirjana SchachtAnzahl der Ladepunkte in NRW deutlich gestiegen - NRW baut Ladesäulen aus – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot
Nordrhein-Westfalen verzeichnet deutlichen Anstieg öffentlicher Ladesäulen – doch die Nachfrage bleibt hoch
In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich die Zahl der öffentlichen Ladestationen für Elektroautos im vergangenen Jahr spürbar erhöht. Aktuelle Zahlen zeigen einen Zuwachs von 18 Prozent – ein Tempo, das über dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Dennoch steht die Region weiterhin vor Herausforderungen, denn mit der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen wächst auch der Bedarf an Ladeinfrastruktur.
Stand 1. Oktober 2025 verfügte NRW über knapp 35.300 öffentliche Ladepunkte. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während der Bundesschnitt bei 16 Prozent lag. Rund 8.300 davon waren Schnellladestationen mit einer Leistung von jeweils über 22 Kilowatt.
Auch die durchschnittliche Ladeleistung in NRW stieg um mehr als 11 Prozent und erreichte 38,7 Kilowatt pro Ladepunkt. Dennoch bleibt die Auslastung hoch: Am 1. Juli 2025 kamen in NRW auf jeden öffentlichen Ladepunkt 19,5 Elektroautos. Besonders eng war das Verhältnis in Oberhausen, wo sich 10,2 Fahrzeuge eine einzige Säule teilten.
Bundesweit schnitt Heilbronn in Baden-Württemberg am besten ab – hier entfielen nur 4,8 Elektroautos auf einen Ladepunkt. NRW hingegen belegte bei der Relation zwischen Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur unter allen Bundesländern den drittletzten Platz. VDA-Präsidentin Hildegard Müller forderte daraufhin einen schnelleren Ausbau, um mit der Nachfrage Schritt zu halten.
Die aktuellen Daten unterstreichen zwar die Bemühungen NRWs, die Ladeinfrastruktur auszubauen – doch es bleiben Lücken. Mit 19,5 Elektroautos pro Ladepunkt hinkt die Region Spitzenreitern wie Heilbronn hinterher. Um die wachsende Zahl an E-Fahrzeugen auf den Straßen zu unterstützen, wird ein weiterer Ausbau unverzichtbar sein.






