Solingen startet Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Heinz-Josef ZirmeSolingen startet Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Solingen geht mit neuer Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit vor
Am 21. April 2026 wird sich der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe treffen, um konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in Solingen zu beraten. Die Strategie umfasst präventive Ansätze sowie eine bessere Unterstützung für aktuell wohnungslose Menschen – schätzungsweise 20 Personen in der Stadt.
Ein fraktionsübergreifender Antrag hat den Weg für ein strukturiertes Vorgehen gegen Obdachlosigkeit geebnet. Die Stadtverwaltung wird nun die Zusammenarbeit zwischen bestehenden Hilfsprogrammen verbessern. Ein zentraler Schritt ist die dauerhafte Verankerung der landesgeförderten Initiative "ProMie+ Solingen".
Kernstück der neuen Strategie ist das "Housing First"-Modell, das schnellen Zugang zu festem Wohnraum mit individueller Betreuung verbindet. Zudem werden niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote ausgebaut, um Betroffene besser zu erreichen.
Um auch wohnungslose Menschen zu erreichen, die traditionelle Hilfsangebote meiden, sollen gezielte Vertrauensaufbau-Maßnahmen entwickelt werden. Der Ausschuss plant zudem regelmäßige Fortschrittsberichte, um die Wirksamkeit der Maßnahmen langfristig zu überwachen.
Mit der Kombination aus Wohnraumversorgung, Gesundheitshilfe und aufsuchender Sozialarbeit will Solingen die Obdachlosigkeit nachhaltig reduzieren. Durch "Housing First" und die Stärkung bestehender Programme soll wohnungslosen Menschen eine stabile Perspektive geboten werden. Eine erste Bilanz der Fortschritte wird nach der Ausschusssitzung im April 2026 erwartet.






