22 March 2026, 16:10

NRW-Bauministerin Scharrenbach in der Kritik: Vorwürfe wegen toxischer Arbeitskultur

Ein Mann in einem weißen Gewand und einer Mütze sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch sichtbar sind, mit einer anderen Person mit Brille zu seiner Rechten, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür dahinter.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen Gespräche an - NRW-Bauministerin Scharrenbach in der Kritik: Vorwürfe wegen toxischer Arbeitskultur

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich mit schweren Vorwürfen wegen ihres Führungsstils konfrontiert. Berichten zufolge herrscht in ihrem Ministerium eine von Angst und Einschüchterung geprägte Arbeitskultur. Die Vorwürfe haben mittlerweile offizielle Reaktionen und interne Überprüfungen ausgelöst.

Die Probleme begannen, nachdem Scharrenbach 2022 die Leitung der Abteilung für digitale Verwaltung übernommen hatte. Zwar wurden ihre Reformen zunächst positiv bewertet, doch verschlechterten sich die Bedingungen bald. Bis 2026 wiesen Gewerkschaften und Medien auf eine hohe Fluktuation, Mobbingvorwürfe und übermäßige Arbeitsbelastungen hin.

Ein internes Schreiben, das Der Spiegel vorliegt, beschreibt ein Klima der Angst unter den Mitarbeitenden. Ein hochrangiger Beamter wurde mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört." Im Januar 2025 informierte ein Personalvertreter Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, offiziell über Fehlverhalten im Ministerium. Liminski bestätigte später, dass bereits früh in der Legislaturperiode Fragen zur Neuausrichtung der Abteilung aufkamen – dabei gab es Gespräche mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke.

Scharrenbach räumte inzwischen ein, dass ihr Führungsstil nicht jedem Mitarbeitenden entsprochen haben könnte. Sie zeigte sich tief besorgt über das Feedback und bot persönliche Gespräche mit Betroffenen an. Konkrete Maßnahmen, darunter gemeinsame Treffen mit Beschäftigten und dem Betriebsrat, wurden mittlerweile eingeleitet, um die Führungsdefizite zu beheben.

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Auch Liminski gab zu, bereits vor der Bundestagswahl 2025 von Mobbingvorwürfen gegen Scharrenbach Kenntnis gehabt zu haben. Die Staatskanzlei hat seitdem Schritte eingeleitet, um die Arbeitsbedingungen und Führungsprozesse zu verbessern.

Das Ministerium hat damit begonnen, die gemeldeten Probleme durch Reformen zu lösen. Scharrenbachs Eingeständnis von Schwächen markiert einen Kurswechsel – strukturierte Gespräche laufen bereits. Weitere Entwicklungen hängen von der künftigen Zusammenarbeit zwischen Führung, Belegschaft und Gewerkschaftsvertretern ab.

Quelle