Nach ICE-Anschlag: CDU-Politiker fordert schärfere Bahn-Sicherheitskontrollen sofort
Gotthold UllmannNach ICE-Anschlag: CDU-Politiker fordert schärfere Bahn-Sicherheitskontrollen sofort
Ein jüngster Anschlag auf einen ICE-Zug hat die Forderungen nach strengeren Sicherheitsvorkehrungen auf Deutschlands Schienennetz neu entfacht. Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, drängt nun auf rasche Änderungen. Er bezeichnet die aktuelle Lage als zunehmend gefährlich und fordert schärfere Zugangskontrollen.
Das Ereignis ereignete sich am Donnerstag, als ein Mann Sprengkörper in einem ICE-Zug in Nordrhein-Westfalen zündete. Mindestens zwölf Menschen erlitten bei dem Angriff leichte Verletzungen. Die Behörden haben bisher keine weiteren Details zu dem Verdächtigen oder dessen Motiven bekannt gegeben.
Noch in diesem Jahr hatten die Deutsche Bahn und die Bundesländer einen Notfall-Sicherheitsplan vereinbart. Die Maßnahmen umfassten mehr Sicherheitsstreifen und einen Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen. Stracke unterstützt diese Schritte, hält sie jedoch für unzureichend.
Er schlägt vor, den Zugang zu den Bahnsteigen ausschließlich auf Fahrgäste mit gültigem Ticket zu beschränken. Sein Plan sieht zudem Sicherheitskontrollen vor, beginnend bei Hochrisiko-Bahnhöfen mit erhöhter Kriminalitätsrate. Ziel ist es, sowohl Reisende als auch Bahnmitarbeiter vor weiteren Bedrohungen zu schützen.
Strackes Vorschläge zielen darauf ab, die Sicherheit im gesamten Schienennetz zu erhöhen. Der Anschlag auf den ICE-Zug hat den Druck auf schnellere Maßnahmen verstärkt. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würden sie eine deutliche Wende im Schutz von Zügen und Bahnhöfen in Deutschland bedeuten.






