Mietpreise in NRW steigen so langsam wie seit 2021 nicht mehr – doch nicht überall
Gerlinde HeinrichMietenanstieg in NRW verliert an Dynamik - Mietpreise in NRW steigen so langsam wie seit 2021 nicht mehr – doch nicht überall
Mieten in Nordrhein-Westfalen steigen so langsam wie seit Ende 2021 nicht mehr
Die neuesten Zahlen des Greix-Mietindex zeigen, dass die Mieten in Nordrhein-Westfalen im Jahresvergleich nur noch um 4 Prozent gestiegen sind – in einigen Städten sanken die Preise sogar. Der Trend deutet auf wachsenden Widerstand der Mieter gegen weitere Kostensteigerungen hin.
Zwischen Juli und September kletterten die durchschnittlichen Mieten in der Region um 0,7 Prozent, nach 0,9 Prozent im Vorquartal. Inflationsbereinigt fiel der Anstieg noch geringer aus. Die Daten umfassen 37 deutsche Städte und Regionen und zeigen, dass sich die Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen sehr unterschiedlich gestalten.
Düsseldorf verzeichnete mit 0,7 Prozent den zweitstärksten Anstieg unter den acht größten Städten Deutschlands. Die durchschnittliche Kaltmiete lag dort im dritten Quartal bei 14,40 Euro, während Köln mit 15,21 Euro noch teurer war. Gelsenkirchen blieb mit einer Durchschnittsmiete von nur 7,42 Euro die günstigste Stadt.
Nicht alle Städte folgten dem Aufwärtstrend: In Bielefeld sanken die Mieten um 1,3 Prozent, in Bocholt um 0,6 Prozent und in Münster um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Demgegenüber verzeichnete Hamm mit 1,8 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von Mönchengladbach und Wuppertal mit jeweils 1,6 Prozent.
Experten führen die verlangsamte Entwicklung darauf zurück, dass Mieter die höheren Kosten zunehmend schwerer tragen können – oder schlicht nicht mehr bereit sind, sie zu akzeptieren. Das schwächere Wachstum spiegle sowohl finanzielle Grenzen als auch veränderte Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt wider.
Die aktuellen Zahlen zeichnen ein gemischtes Bild für Nordrhein-Westfalen: Während einige Städte weiter steigende Mieten verzeichnen, gab es in anderen Rückgänge, und insgesamt bleibt der Anstieg schwach. Die Daten deuten auf eine Abkühlung des Marktes hin – inflationsbereinigt sind die Erhöhungen für viele Mieter kaum noch spürbar.






