Kreis Düren verabschiedet kommissarischen Leiter Aßhoff – Skandal und Sparmaßnahmen bleiben
Mirjana SchachtKreis Düren verabschiedet kommissarischen Leiter Aßhoff – Skandal und Sparmaßnahmen bleiben
Die Amtszeit von Ferdinand Aßhoff als kommissarischer Leiter des Kreises Düren ist offiziell beendet. Bei einer feierlichen Verabschiedung wurde sein Abschied gewürdigt – allerdings ohne die Anwesenheit des neu gewählten Landrats, Ralf Nolten. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltenden Herausforderungen, vor denen der Kreis nach einem schweren Schmuggel-Skandal steht.
Aßhoff war vom Land eingesetzt worden, um den Kreis Düren nach einer durch den Schmuggelfall ausgelösten Finanzkrise zu stabilisieren. Während seiner Amtszeit setzte er strenge Sparmaßnahmen durch, darunter den umstrittenen Plan, Kita-Gebühren wieder einzuführen. Trotz der Kritik verteidigte der Kölner Regierungspräsident Thomas Wilk die Entscheidungen als beispiellos, aber notwendig.
Besonders belastend war die Skandalzeit für die Mitarbeiter des Kreises, die zudem mit häufigen Führungswechseln konfrontiert waren. Aßhoffs Ziel, die finanzielle Last für die Kommunen zu verringern, stieß bei manchen Verantwortlichen auf Widerstand. Der nun amtierende Landrat Ralf Nolten, der sich zuvor gegen die Sparpläne ausgesprochen hatte, nahm an der Verabschiedung nicht teil, da er sich im geplanten Urlaub befand.
Marion Schunck-Zenker, Bürgermeisterin von Linnich und Sprecherin der Kreisbürgermeister, betonte, dass die Bewältigung der Skandalfolgen weiterhin oberste Priorität habe. Der neu gewählte Kreistag muss nun die verbleibenden finanziellen und reputativen Probleme angehen, die die Krise hinterlassen hat.
Mit Aßhoffs Abschied beginnt für den Kreis Düren eine neue Phase unter der Führung Noltens. Im Mittelpunkt stehen nun die Aufarbeitung des Schmuggel-Skandals und die Konsolidierung der Haushaltslage. Die Mitarbeiter und Verantwortlichen des Kreises werden dabei eine zentrale Rolle spielen.






