Knapper Wahlsieg in Lohmar bleibt nach Neuauszählung gültig
Teilweise Neuauszählung in Lohmar bestätigt Originalergebnis der Kommunalwahl
Eine teilweise Neuauszählung der Stimmen in Lohmar hat das ursprüngliche Ergebnis der Kommunalwahlen vom September bestätigt. Doris Kyri von den Grünen behielt ihren Direktmandatssitz mit nur einer Stimme Vorsprung vor dem AfD-Kandidaten Dominik Ebenberger. Die Neuauszählung erfolgte nach formellen Einsprüchen von sechs Wählern, die Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung im Wahlbezirk Lohmar V vermuteten.
Die AfD hatte eine Überprüfung beantragt und infrage gestellt, ob sieben als ungültig markierte Stimmzettel zu Recht ausgeschlossen worden waren. Die Nachzählung ergab jedoch keine Fehler – das Ergebnis bleibt unverändert: 170 Stimmen für Kyri und 169 für Ebenberger.
In einem separaten Fall entdeckte die benachbarte Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid bei einer eigenen Neuauszählung einen Fehler: Die Stimmen für AfD und FDP waren versehentlich vertauscht worden, was jedoch keine Auswirkungen auf das Lohmarer Ergebnis hatte.
Trotz der Anfechtung bleibt die Sitzverteilung im Lohmarer Stadtrat unverändert. Die CDU behält 17 Sitze, die AfD sechs. Der neu gewählte Rat tritt am Donnerstag, dem 13. November, zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
Das Neuauszählungsverfahren beseitigte zwar Bedenken hinsichtlich möglicher Zählfehler, ließ das Wahlergebnis aber unberührt. Kyris knapper Sieg sichert ihr den Platz im Rat, während die AfD in Lohmar weiterhin über sechs Sitze verfügt. Vor der ersten Ratssitzung sind keine weiteren Änderungen zu erwarten.






