Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Schadensersatzforderungen
Gotthold UllmannKlimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Schadensersatzforderungen
Klimaschutzaktivisten müssen sich wegen zweier Proteste am Flughafen Köln/Bonn im Juli und August vor Gericht verantworten. Die Vorfälle führten zu Flugausfällen und erheblichen finanziellen Forderungen. Die Behörden streben nun Schadensersatz für die verursachten Schäden an.
Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivisten sich laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt haben. Dadurch kam der Flugbetrieb für drei Stunden zum Erliegen. Die Fluggesellschaft Eurowings bezifferte ihren Verlust später auf knapp 284.000 Euro und kündigte an, Entschädigung zu fordern.
Am 15. August blockierten zwei weitere Demonstranten eine Zufahrtsstraße in der Nähe einer Startbahn. Dies behinderte den Flugverkehr für etwa eine Stunde. Die Flughafenbetreiber schätzten die vorläufigen Schäden auf rund 125.000 Euro.
Gegen sechs Personen wurden nun Anklagen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs in Zusammenhang mit den beiden Vorfällen erhoben. Fünf von ihnen müssen für den Juli-Protest jeweils etwa 4.100 Euro zahlen. Zwei weitere sehen sich mit Forderungen von knapp 3.250 Euro pro Person für die August-Aktion konfrontiert. Sämtliche Anklagen wurden beim Amtsgericht Köln eingereicht.
Bisher steht noch nicht fest, ob ein förmliches Verfahren eröffnet wird. Ein Prozesstermin wurde noch nicht anberaumt. Flughafen und Fluggesellschaft behalten sich vor, weitere Ansprüche wegen der entstandenen finanziellen Verluste geltend zu machen.






