Illegale Schrott-Entsorgung: 69-Jähriger mit gefährlicher Fracht im Tunnel gestoppt
Heinz-Josef ZirmeIllegale Schrott-Entsorgung: 69-Jähriger mit gefährlicher Fracht im Tunnel gestoppt
Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld sieht sich mit mehreren Anklagepunkten konfrontiert, nachdem die Polizei seinen Wagen im Ostwestfalen-Damm-Tunnel angehalten hatte. Sein Anhänger, beladen mit Metallschrott und gefährlichen Abfällen, weckte den Verdacht auf illegale Entsorgung und nicht gezahlte Geschäftsgebühren.
Der Mann fuhr mit einem Anhänger durch den Tunnel, dessen Ladung etwa 2,2 Meter über die Ladefläche hinausragte. Im Inneren entdeckten die Beamten alte Haushaltsgeräte, Aluminiumschrott und Stahlabfälle – teilweise verstreut über die Ladefläche und sogar im Inneren des Fahrzeugs. Bei weiteren Ermittlungen stieß die Polizei auf einen zweiten Anhänger, der mit gefährlichen Stoffen beladen war, darunter Fässer mit Altölresten und Autokühler mit Rückständen von Kühlmittel.
Die Behörden bestätigten, dass dem Fahrer die erforderlichen Genehmigungen für das Sammeln und den Umgang mit Schrott oder gefährlichen Abfällen fehlten. Aus den Unterlagen ging hervor, dass er etwa 20 bezahlte Entsorgungsaufträge ohne die nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz notwendige Zulassung durchgeführt hatte.
Zudem gerieten ausstehende Gebühren für ein von ihm 2021 angemeldetes Gewerbe in den Fokus. Das Bielefelder Zollamt wurde eingeschaltet, um mögliche Verstöße gegen das Steuerrecht – darunter Steuerhinterziehung – zu prüfen. Der Pferdeanhänger wurde später zu einem kommunalen Recyclinghof gebracht, um die gefährlichen Abfälle fachgerecht zu entsorgen.
Dem Mann drohen nun Anklagen wegen Umweltvergehen, Verstößen gegen das Steuerrecht und Vergehen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um die ordnungsgemäße Entsorgung der gefährlichen Abfälle sicherzustellen, während die Ermittlungen zu seinen Geschäftstätigkeiten weiterlaufen.






