25 April 2026, 16:12

Hessisches Staatstheater Wiesbaden erobert mit "Wem gehört die Stadt?" den öffentlichen Raum

Ein gerahmtes Bild einer belebten Stadtstraße mit Menschen, die stehen und sitzen und eine lebhafte Atmosphäre schaffen, mit Gebäuden im Hintergrund.

Hessisches Staatstheater Wiesbaden erobert mit "Wem gehört die Stadt?" den öffentlichen Raum

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden bricht mit der Spielzeit 2026/2027 neues Terrain auf. Unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" verlässt das Programm die klassischen Bühnen und erobert den öffentlichen Raum. Künstler:innen begeben sich dorthin, wo Menschen sind, die sonst vielleicht nie ein Theater betreten – und verwischen so die Grenzen zwischen Darstellenden und Alltagsleben.

Den Auftakt macht Carl Orffs "Carmina Burana" – eine bewusste Provokation, um Aufmerksamkeit zu erregen und das Publikum in einen mitreißenden Klangkosmos zu ziehen. Doch schnell rückt das Theater von der traditionellen Bühne ab und widmet sich Projekten, die die Trennlinie zwischen Kunst und Stadtleben infrage stellen.

Bei "Sinfonie für 100 Bürger:innen" wird die Stadt selbst zur Spielstätte: Menschen, die den Alltag prägen, sind eingeladen, mitzuwirken. Ein weiteres Highlight ist "Metropolis Wiesbaden", bei dem Schauspieler:innen mit Kameras und Mikrofonen durch die Straßen ziehen – die Stadt wird zur Bühne und zugleich zum Thema. Selbst die historische Wartburg verwandelt sich vom statischen Theaterraum in einen lebendigen Begegnungsort.

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Das Schauspielprogramm lotet Machtverhältnisse, gesellschaftliche Strukturen und persönliche Verantwortung aus. Die Musiktheaterproduktionen hingegen schlagen Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart und fördern den Dialog über die Zeiten hinweg. Und plötzlich tauchen unerwartete "Opern-Flashmobs" dort auf, wo sie niemand erwartet – die Kunst erobert neue Ecken des öffentlichen Lebens.

Mit dieser Spielzeit vollzieht das Theater einen bewussten Wandel: Es sprengt Grenzen und definiert seine Rolle neu. Indem es den öffentlichen Raum bespielt und ein breiteres Publikum einbezieht, will das Hessische Staatstheater Wiesbaden über die eigenen Mauern hinaus wirken. Die Frage "Wem gehört die Stadt?" entfaltet sich dabei nicht nur auf der Bühne, sondern dort, wo das Leben stattfindet – auf Straßen und Plätzen.

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