02 April 2026, 12:16

Femizide in Deutschland: Lünen diskutiert über tödliche Gewalt gegen Frauen

Balkendiagramm, das die Homicide-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffentyp von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Femizide in Deutschland: Lünen diskutiert über tödliche Gewalt gegen Frauen

Öffentliche Lesung und Diskussion in Lünen: Femizide in Deutschland im Fokus

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Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen findet in Lünen eine öffentliche Lesung mit anschließender Diskussion statt, die sich mit der Tötung von Frauen in Deutschland auseinandersetzt. Veranstaltet wird die Veranstaltung vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten. Die Journalistin Julia Cruschwitz stellt am 25. November 2025 um 17:00 Uhr ihr Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" vor.

Der Veranstaltungort ist der Persiluhr-Treffpunkt in der Stadtbibliothek Lünen (Gartenstraße 4). Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule Lünen wird jedoch gebeten. Im Anschluss an die Lesung wird Cruschwitz mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

In ihrem Buch untersucht Cruschwitz, wie gesellschaftliche Einstellungen und Strukturen Femizide oft verharmlosen oder ignorieren. Ihre Recherchen zeigen den systemischen Charakter von Gewalt gegen Frauen – ein Punkt, den auch Heike Tatsch, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont. Tatsch macht deutlich, dass es sich dabei nicht um ein privates, sondern um ein gesellschaftliches Problem handelt, das kollektives Handeln erfordert.

Laut offiziellen Zahlen wurden 2023 in Deutschland 360 Frauen getötet, wobei 68,6 Prozent der Fälle im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt standen. Obwohl Cruschwitz' Buch bereits 2022 erschien, liegen aktuelle bundesweite Statistiken zu Partnerschaftsgewalt noch nicht vollständig vor. Die jährlichen Erhebungen basieren auf zusammengetragenen Berichten von Polizei und Unterstützungseinrichtungen, deren Auswertung Zeit in Anspruch nimmt.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für Femizide und deren gesellschaftliche Auswirkungen zu schärfen. Durch den Austausch zwischen lokalen Behörden, der Bibliothek und der Öffentlichkeit sollen präventive Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt diskutiert werden. Nach der Lesung haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, Lösungsansätze zu erörtern und eigene Perspektiven einzubringen.

Quelle