30 March 2026, 12:13

Europas Flugbranche setzt auf nachhaltige Kraftstoffe – doch die Industrie zögert

Grüner Hintergrund mit fettem weißem Text, der "netto-null-Emissionen bis 2050" liest.

Europas Flugbranche setzt auf nachhaltige Kraftstoffe – doch die Industrie zögert

Europas Umstieg auf nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) gewinnt an Fahrt

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2024 erreichte der Anteil nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) in Europa 2 % – ein deutlicher Sprung im Vergleich zu nur 0,6 % im Vorjahr. Neue Vorgaben werden diese Zahlen bald noch weiter in die Höhe treiben, trotz Bedenken der Branche wegen der Kosten und der Versorgungssicherheit.

Die EU-Verordnung ReFuelEU Aviation setzt klare Ziele für Flughäfen: Ab 2025 müssen 2 % des gesamten Treibstoffs an regionalen Drehkreuzen aus SAF bestehen, bis 2030 steigt dieser Anteil auf 6 %. Noch strenger wird es ab 2030, wenn synthetische Kraftstoffe (eSAF) mindestens 1,2 % des Gesamtbedarfs decken müssen – 2035 sind es dann bereits 5 %.

Branchenverbände zeigen sich skeptisch. Die Vereinigung Airlines for Europe (A4E) warnte, dass die eSAF-Vorgabe Lieferketten überlasten und die Kosten in die Höhe treiben könnte. Die Europäische Kommission hält jedoch an den Plänen fest und setzt stattdessen auf eine bessere Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von eSAF.

Die Behörden bleiben zuversichtlich. Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), betonte, Europa liege voll im Plan, um das 2 %-Ziel für 2025 zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Ein hochrangiger EU-Vertreter bestätigte separat, dass der Wert für 2025 wahrscheinlich bereits jetzt übertroffen wurde. Beide unterstrichen, dass die Vorgaben machbar und notwendig seien.

Die SAF-Regeln der EU sind nun in Kraft, und die Nutzung steigt bereits vor den Fristen. Fluggesellschaften und Flughäfen müssen sich anpassen, während die Anforderungen an synthetische Kraftstoffe in den kommenden Jahren weiter verschärft werden. Die Aufsichtsbehörden zeigen keine Anzeichen, die Ziele zu lockern – trotz Widerstand aus der Industrie.

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