05 May 2026, 19:08

Düren diskutiert Rückkehr der Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen geplante Kosten

Blauer Plakat mit weißer Schrift und Rand betitelt "Hohe Kosten der Kinderarbeit", zeigt kreisförmige Anordnung von Gesichtern verschiedener Menschen um den Titel.

Düren diskutiert Rückkehr der Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen geplante Kosten

Der Kreistag von Düren kommt heute zusammen, um über die Wiedereinführung von Kita-Gebühren zu beraten. Seit 2018 zahlen die meisten Familien in der Region nichts für die Kinderbetreuung, doch die steigende Verschuldung zwingt nun zu einem Umdenken. Der Schritt hat bereits Kritik von Elternvertretern ausgelöst, die den Politikern vorwerfen, sie über die Kosten in die Irre geführt zu haben.

Seit 2018 ist die Kinderbetreuung in Düren für fast alle Familien kostenlos. Bisher müssen nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro Gebühren entrichten. Doch nach dem neuen Plan sollen ab August 2026 wieder Beiträge fällig werden – gestaffelt nach Einkommen.

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Mit der Änderung will der Kreis den finanziellen Druck mindern, der durch die wachsende Verschuldung entsteht. Die Verwaltung schätzt, dass die Gebühren jährlich mehrere Millionen Euro einbringen könnten. Die Bezirksregierung Köln hat bis zum 23. Oktober eine detaillierte Stellungnahme zur Vorlage angefordert.

Elternvertreter im Rat des Jugendamts werfen den Politikern Täuschung vor. Sie argumentieren, dass die plötzliche Kehrtwende früheren Zusagen widerspricht. Unterdessen treten der neu gewählte Kreistag und der Landrat am 1. November ihr Amt an – just in dem Moment, in dem die Debatte an Fahrt aufnimmt.

Das lokale Nachrichtenportal Aachener Nachrichten wird das Thema in einem Sonderbericht am 16. Oktober 2025 um 19:30 Uhr aufgreifen.

Falls der Plan genehmigt wird, kehren die Gebühren ab August 2026 zurück, wobei Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten werden. Der Kreis erhofft sich durch die zusätzlichen Einnahmen eine Entlastung des Haushalts. Eltern und Verantwortliche warten nun gespannt auf das Ergebnis der Kreistagsberatungen und die Reaktion der Bezirksregierung.

Quelle