Dormagens "Heimatblickpunkt": Wie ein Brunnen zum Symbol der Stadtgeschichte wurde
Gerlinde HeinrichDormagens "Heimatblickpunkt": Wie ein Brunnen zum Symbol der Stadtgeschichte wurde
Ein Brunnen, den der verstorbene Werner Endres der Stadt Dormagen schenkte, ist nun offiziell als "Heimatblickpunkt" (Heimatlandmarke) anerkannt. Der Stadtrat ehrte am 17. März den Endres-Brunnen und würdigte damit seine Bedeutung als Symbol der Einheit und des bürgerlichen Stolzes. Die Entscheidung fügt dem Vermächtnis eines Mannes, der sich jahrzehntelang für die Gemeinschaft einsetzte, ein weiteres Kapitel hinzu.
Der Endres-Brunnen wurde 2007 enthüllt und von Werner Endres entworfen, um die Identität Dormagens widerzuspiegeln. Seine Konstruktion folgt den Stadtgrenzen: 16 Basaltsäulen – jede im Maßstab der Einwohnerzahl eines Stadtteils – und eine fließende Linie, die den Verlauf des Rheins nachzeichnet. Zwischen Marktplatz und Fußgängerzone gelegen, dient er seit Langem als zentraler Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger.
Werner Endres, ein ausgebildeter Ingenieur, der 1965 zu Bayer AG nach Dormagen stieß, engagierte sich über 40 Jahre im Stadtrat. Für seine Verdienste erhielt er 2004 den Ehrenring der Stadt – Jahre vor seinem Tod 2022. Der Brunnen bleibt sein sichtbarstes Geschenk an die Stadt und verkörpert seine Vision von Zusammenhalt.
Am 18. März 2026 wurde eine neue Stele enthüllt, die den Ort offiziell als "Heimatblickpunkt" ausweist. Bürgermeister Erik Lierenfeld lobte den Brunnen als bleibendes Symbol der städtischen Verbundenheit, während Elisabeth Endres-Michel, die Witwe Werner Endres', ihre Dankbarkeit für die Ehrung zum Ausdruck brachte. Sie erinnerte an die tiefe Verbundenheit ihres Mannes mit Dormagen – ein Gefühl, das nun für immer in das Stadtbild eingraviert ist.
Der Endres-Brunnen steht nicht nur als Kunstwerk im öffentlichen Raum, sondern auch als Hommage an Werner Endres' nachhaltigen Einfluss auf Dormagen. Sein neuer Status als "Heimatblickpunkt" stellt sicher, dass sowohl das Bauwerk als auch das Erbe seines Schöpfers Teil der Stadtgeschichte bleiben. Der Ort bringt die Menschen weiterhin zusammen – genau wie es sich sein Designer einst erträumt hatte.






