09 May 2026, 14:15

Deutschlands Frauen knacken Frankreich mit spätem Bühl-Tor im Nations-League-Krimi

Gruppe junger Frauen beim Fußballspielen auf einem Rasenfeld mit Maschendrahtzaun und einer Wand im Hintergrund, Text in der rechten unteren Ecke lautet "Paris Saint-Germain Women's Soccer".

Deutschlands Frauen knacken Frankreich mit spätem Bühl-Tor im Nations-League-Krimi

Deutschlands Frauenmannschaft erkämpft sich knappen 1:0-Sieg gegen Frankreich im Nations-League-Halbfinal-Hinspiel

Bundestrainer Christian Wück lobte zwar die Gesamtleistung seines Teams, wies aber auch auf Bereiche hin, die noch Verbesserungspotenzial bergen. Besonders positiv fielen mehrere junge Spielerinnen auf, die sich zunehmend in der Mannschaft etablieren.

Das einzige Tor des Spiels fiel spät: Klara Bühl brach in der 79. Minute die französische Abwehr und entschied die Partie. Wück räumte ein, dass die Chancenverwertung weiterhin ein Problem darstelle – obwohl dies nach der EM ein zentraler Trainingsfokus gewesen sei. Die Mannschaft tue sich nach wie vor schwer, Torgelegenheiten konsequent zu nutzen.

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Der Bundestrainer nutzte die Partie zudem, um taktische Neuerungen auszuprobieren. So setzte er Jule Brand, die im Sommer von Wolfsburg zu Olympique Lyon gewechselt war, in einer für sie ungewohnten Rolle ein: Die 23-Jährige agierte als zentrale Spielmacherin im Mittelfeld. Wück bezeichnete den Einsatz als „Experiment“, das aufgegangen sei, und hob ihre Spielintelligenz hervor – auch wenn noch Entwicklungspotenzial bestehe.

Zwei junge Abwehrspielerinnen überzeugten ebenfalls: Die 22-jährige Wolfsburg-Verteidigerin Camilla Küver gab ihr Debüt und glänzte mit ihrer Athletik. Franziska Kett, 21, vom FC Bayern München, zeigte dagegen eine souveräne Leistung auf der linken Außenbahn und wurde für ihre defensive Stabilität sowie ihr Tempo gelobt.

Nach dem Spiel betonte Wück erneut seinen Willen, junge Talente gezielt zu fördern. Entscheidend sei, ihnen innerhalb der Mannschaft Vertrauen zu geben, um ihre Entwicklung voranzutreiben.

Mit dem Sieg geht Deutschland gestärkt ins Rückspiel. Wücks taktische Flexibilität und sein Vertrauen in die Jugend könnten die Zukunft der Mannschaft prägen. Doch bis zum nächsten Spiel bleibt die Verbesserung der Torausbeute eine dringende Aufgabe.

Quelle