20 March 2026, 18:11

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Schwarzes und weißes Magazin-Cover mit der Überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann im Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegsieht und schmunzelt.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Komiker und Moderator Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und sich betrügerisch verhalten zu haben. Die Anschuldigungen kommen nach Jahren umstrittene TV-Projekte, in denen Ulmen manipulative Charaktere spielte.

Fernandes bezeichnete sein Verhalten als "virtuelle Vergewaltigung" – eine weitere Anklage in der wachsenden Liste von Vorwürfen gegen Männer in der Unterhaltungsbranche.

Bekannt wurde Ulmen Mitte der 2000er mit "Mein neuer Freund" (ProSieben), einer Reality-Show, in der er wöchentlich einen anderen schrecklichen Freund verkörperte – etwa den adligen Snob Alexander von Eich, der seine Freundin mit einem Stock kontrollierte. Das Format sah vor, dass Frauen ihren neuen Partner der Familie vorstellten, nur um dann mit anzusehen, wie Ulmens Figur die Beziehung durch sein abscheuliches Verhalten zerstörte.

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Jahre später, 2013, entwickelte und moderierte er "Wer will schon meine Freundin?" (Tele 5), eine Gameshow, in der Männer um den Titel "Wer hat die heißeste Freundin?" wetteiferten. Die Sendung mit peinlichen Challenges lief in zwölf Folgen – damals kritisierten viele den Geschmack, doch die aktuellen Vorwürfe werfen ein weit düstereres Licht darauf.

Fernandes behauptet nun, Ulmen habe auch lange nach der Trennung persönliche Grenzen überschritten: Er habe sie online imitiert, pornografisches Material unter ihrem Namen verbreitet und sogar TelefONSEX geführt, während er vorgab, sie zu sein. Ihre Schilderungen befeuern erneut die Debatte über Missbrauch in der Branche – dabei wird der Leitsatz der Überlebenden Gisèle Pelicot"Die Scham muss die Seite wechseln" – vielfach geteilt.

Ein Autor reflektiert heute über die eigene Reaktion, als die Beziehung von Fernandes und Ulmen 2010 öffentlich wurde. Damals fragten sich manche, warum sie sich mit einem Mann einließ, der als brillant und witzig galt. Angesichts der erschütternden Vorwürfe wirken diese Zweifel heute fehl am Platz.

Fernandes' Aussagen reiht sich ein in das, was viele den "Schrank des Grauens" nennen – eine Sammlung von Männern, die Frauen verletzen. Die Anschuldigungen gegen Ulmen reichen von manipulativen TV-Auftritten bis zu tiefen persönlichen Verraten. Ihr Schritt, öffentlich zu sprechen, folgt einem Muster von Frauen, die Missbrauch in privatem und öffentlichem Raum anprangern.

Quelle