25 May 2026, 00:18

Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft bis 2027 mit drei gemeinnützigen GmbHs

Neue Trägerstruktur für eine sichere Zukunft

Bistum Münster reformiert Kita-Trägerschaft bis 2027 mit drei gemeinnützigen GmbHs

Das Bistum Münster reorganisiert sein System zur Unterstützung von Kindertageseinrichtungen, um die langfristige Finanzierung zu sichern und den Verwaltungsaufwand zu verringern. Bis 2027 werden drei regionale gemeinnützige Gesellschaften die Trägerschaft für die 660 Einrichtungen übernehmen. Der Diözesanadministrator Antonius Hamers bezeichnete den Schritt als „unausweichlich“ – bedingt durch Änderungen in der staatlichen Finanzierung der frühkindlichen Bildung.

Im Rahmen der Umstrukturierung entstehen bis 2027 drei gemeinnützige GmbHs (gGmbHs). Eine davon, die Kita gGmbH Niederrhein, wird für die Kreise Borken, Coesfeld und Recklinghausen zuständig sein. Eine zweite übernimmt die Verantwortung für Münster, Steinfurt und Warendorf. Eine übergeordnete gGmbH koordiniert die Abläufe und ermöglicht so flexiblere Reaktionen auf künftige Herausforderungen.

Aktuell arbeiten rund 10.600 pädagogische Fachkräfte und 840 Hauswirtschaftskräfte in den Kindertageseinrichtungen. Ziel des neuen Systems ist es, die enge Verbindung zu den Pfarrgemeinden zu bewahren, diese aber von administrativen Aufgaben zu entlasten. Jede Gemeinde muss dem Übergang und der Beteiligung an der gGmbH-Struktur zustimmen.

In Gesprächen mit lokalen Verantwortlichen werden rechtliche, finanzielle, personelle und strukturelle Details geklärt. Das Bistum hat für 2026 bereits 39,5 Millionen Euro für die Kindertagesstätten eingeplant. Die Änderungen sind eine Reaktion auf veränderte Landesförderrichtlinien, die nun formalisierte Trägerschaftsstrukturen vorsehen.

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Die neuen gGmbHs übernehmen den operativen Betrieb, sodass sich die Gemeinden stärker auf Bildungs- und Seelsorgearbeit konzentrieren können. Mit den veranschlagten 39,5 Millionen Euro für 2026 strebt das Bistum eine stabile Finanzierung und effiziente Verwaltung an. Der Erfolg der Umstrukturierung hängt jedoch von der Zustimmung der beteiligten Kirchengemeinden ab.

Quelle