11 April 2026, 12:13

85 Jahre nach den Novemberpogromen: Schweigemarsch und Gedenkfeier in der Innenstadt

Denkmal in einem Stadtplatz, das Holocaust-Opfern gewidmet ist, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund unter dem Himmel.

85 Jahre nach den Novemberpogromen: Schweigemarsch und Gedenkfeier in der Innenstadt

Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938

Mit einer Gedenkfeier wird in diesem Jahr an den 85. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 erinnert. Lokale Behörden, Schulen und Kulturorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um der Opfer zu gedenken. Die Veranstaltung beginnt am Montag, 10. November, um 18 Uhr im Rathaus und wird von einem Schweigemarsch durch die Innenstadt gefolgt.

Die Gedenkveranstaltung wird von der Stadtverwaltung, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft organisiert. Bürgermeister Sören Link wird die Feier mit einer Rede zum Thema "Füreinander einstehen" eröffnen. Schülerinnen und Schüler des St.-Hildegardis-Gymnasiums gestalten während der Veranstaltung ein musikalisches Programm.

Im Anschluss an die Feier führt der Bürgermeister den Schweigemarsch an. Die Prozession zieht zur hinteren Stadtmauer am Kuhlenwall und macht Halt an den Stolpersteinen – jenen Messingtafeln im Gehweg, die an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern. Am Ziel wird ein Kranz an der Mauer niedergelegt.

Die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg bleibt aufgrund laufender Ausgrabungsarbeiten vorerst geschlossen. Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Krupp-Gymnasiums haben ein Begleitprogramm vorbereitet. Auch das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) und das Stadtarchiv wirken an der Veranstaltung mit.

Ziel der Gedenkfeier und des Marsches ist es, das Andenken an die Betroffenen der Pogrome von 1938 wachzuhalten. Schulen, Kulturgruppen und Vertreter der Stadt kommen zusammen, um sich mit der Geschichte und ihren Lehren auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung steht der Öffentlichkeit offen, während die eigentliche Gedenkstätte vorerst nicht zugänglich ist.

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