Zweisprachige Lyriklesung in Koblenz verbindet Exil und Poesie mit Jazzklängen
Heinz-Josef ZirmeZweisprachige Lyriklesung in Koblenz verbindet Exil und Poesie mit Jazzklängen
Sonderlesung mit Poesie in Koblenz am 7. November 2025 im Rahmen der "Woche der Demokratie"
Unter dem Titel "Unser Geist wird nie müde, Mensch zu sein" findet in Koblenz eine besondere Lyriklesung statt, die zweisprachige Gedichte des iranisch-deutschen Künstlers Ali Akbar Safaian präsentiert. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Exil und Sehnsucht. Veranstaltet wird der Abend von taw – theater am werk Koblenz und beginnt um 19 Uhr in der LBZ / Landesbibliothek Rheinland-Pfalz.
Ali Akbar Safaian zählt zu den prägenden Figuren der modernen iranischen Kunstszene und ist für seinen fantastisch-surrealistischen Stil bekannt. Seine Gedichte verbinden klassische persische Einflüsse mit seinen Erfahrungen als Maler und Bildhauer. Die Sammlung reflektiert Erinnerung, Nostalgie, Widerstand und den Kampf um Freiheit – geprägt von seinem Leben im Exil.
Die Veranstaltung wird durch einen Vortrag von Dorna Safaian bereichert, einer Kunst- und Medienwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf visueller Politik und digitaler Bildsprache. Sie erörtert die literarische und politische Bedeutung der Gedichte, insbesondere deren Ausdruck von Vertreibung und Verfolgung.
Die Jazzgitarristin Katrin Zurborg begleitet den Abend mit live gespielten Klängen und verleiht der Lesung eine musikalische Dimension. Die künstlerische Leitung liegt bei Walla Heldermann. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Safaians surrealistische Werke wie "Die violette Libellen-Dame" oder "Das ist Iran!" verschmelzen traumhafte Bildwelten mit iranischen Kultursymbolen. Durch unerwartete Gegenüberstellungen, formale Metamorphosen und vielschichtige Symbolik entstehen Erzählungen über Entwurzelung und Identität.
Die Lesung bietet die seltene Gelegenheit, Safaians Lyrik in persischer und deutscher Sprache zu erleben. Sie verbindet Kunst, Exil und politische Reflexion. Die Besucher erwarten seine Worte, begleitet von fachkundigen Einordnungen und live gespieltem Jazz – ein vielschichtiger Kulturabend.