Zukunft des Theaters: Streit um Studie und drohender Abriss entfacht politische Debatte
Mirjana SchachtZukunft des Theaters: Streit um Studie und drohender Abriss entfacht politische Debatte
Die politische Debatte über die Zukunft des städtischen Theaters und Konzerthauses droht in den kommenden Tagen an Schärfe zu gewinnen. Am Montag wird die Szenariostudie öffentlich präsentiert, gefolgt von einer Diskussion im Stadtrat Anfang nächster Woche.
Die Fraktion SG_zukunft übt scharfe Kritik an der von den lokalen Behörden in Auftrag gegebenen Studie. Sie wirft der Untersuchung vor, von Anfang an befangen gewesen zu sein, da sie sich stark auf Daten der Stadtverwaltung und der Feuerwehr stütze. Zudem behaupte die Gruppe, die Studie habe zentrale Aspekte wie den grauen CO₂-Fußabdruck sowie die Existenz eines unterirdischen Bunkers auf dem Gelände ignoriert.
SG_zukunft lehnt einen Abriss des Veranstaltungsorts weiterhin entschieden ab. Die Fraktion warnt, dass kultureller Wert sich nicht allein in wirtschaftlichen Kennziffern messen lasse, und betont die Bedeutung des Erhalts bestehender Kulturgebäude. Zudem äußert sie Bedenken hinsichtlich möglicher Verkehrsbehinderungen: Eine neue Feuerwache an diesem Standort könnte Hauptverkehrsstraßen und den öffentlichen Nahverkehr zusätzlich belasten.
Auch die Kostenschätzungen für öffentliche Bauprojekte sind umstritten. Als Beispiel führt die Fraktion die neue Feuerwache in Ohligs an, deren Baukosten das ursprüngliche Budget um mehr als 20 Millionen Euro überschritten hätten – ein Beleg für unzuverlässige Finanzplanungen.
Nun werden die politischen Gremien der Stadt die Studie sowie die vorgebrachten Einwände prüfen. Die Zukunft von Theater und Konzerthaus bleibt vorerst ungewiss, während die Diskussionen weitergehen. In den nächsten Tagen dürfte die Debatte noch hitziger werden.
