Zukunft des Q1-Jugendzentrums: Sanierung oder Schließung des maroden Gebäudes?
Mirjana SchachtZukunft des Q1-Jugendzentrums: Sanierung oder Schließung des maroden Gebäudes?
Die Zukunft des Q1-Jugendzentrums steht auf dem Spiel, während die Stadtverwaltung über teure Lösungen für das Gebäude berät. Das 73 Jahre alte Gebäude, in dem derzeit eine Pfadfindergruppe und Jugendaktivitäten untergebracht sind, ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand und birgt Sicherheitsrisiken. Eine endgültige Entscheidung über sein Schicksal fällt in der Stadtratssitzung am 24. März.
Wegen des maroden Zustands des Gebäudes erwägt die Stadtverwaltung zwei Hauptvarianten. Die erste ist eine Komplettsanierung, die voraussichtlich rund neun Millionen Euro kosten und mindestens 31 Monate dauern würde. Während der Bauarbeiten müssten alle Nutzer umziehen.
Die zweite Option sieht Teilinstandsetzungen vor, deren genaue Kosten jedoch noch unklar sind. Selbst dieser Ansatz würde das Gebäude für einen unbestimmten Zeitraum schließen, sodass die Nutzer ohne dauerhafte Räumlichkeiten auskommen müssten. Alternativ könnte die Stadt das Gelände vollständig aufgeben, das Jugendzentrum an einen neuen Standort verlegen und vorerst nur dringend notwendige Sicherheitsarbeiten durchführen.
Bis Oktober hat die Evangelische Kirche zugesagt, den aktuellen Zustand aufrechtzuerhalten. Dadurch können das Jugendzentrum und die Pfadfindergruppe vorerst im Gebäude bleiben – wenn auch mit Einschränkungen. Die Pfadfinder lehnen jedoch beide vorgeschlagenen Lösungen ab, während sich die evangelische Gemeinde langfristig für die zweite Variante ausspricht.
Der Stadtrat wird im März über die Zukunft des Gebäudes abstimmen. Bei einer Komplettsanierung müssten die Nutzer für mehr als zwei Jahre in Ausweichquartiere umziehen. Falls Teilinstandsetzungen beschlossen werden, bleiben Zeitplan und Kosten ungewiss – die Nutzer des Gebäudes wären damit weiter in der Schwebe.
