Zoll warnt vor illegalem Heizöldiesel – Betrüger riskieren hohe Strafen und Motorschäden
Gerlinde HeinrichZoll warnt vor illegalem Heizöldiesel – Betrüger riskieren hohe Strafen und Motorschäden
Zollbeamte in Aachen verzeichnen einen Anstieg illegaler Kraftstoffnutzung unter Autofahrern. Einige Kraftfahrer betanken ihre Diesel-Fahrzeuge mit Heizöl, um Kosten zu sparen. Diese Praxis, auch als „Heizöldiesel-Betrug“ bekannt, ist gesetzeswidrig und wird mit empfindlichen Strafen geahndet.
Heizöl unterliegt einer deutlich geringeren Besteuerung als Dieselkraftstoff, was es zu einer verlockenden, aber illegalen Alternative macht. Um Betrugsfälle aufzudecken, entnehmen Zollbeamte bei Routinekontrollen Kraftstoffproben. Wird Heizöl nachgewiesen, wird der gesamte Tankinhalt – unabhängig von der verbleibenden Menge – als Diesel versteuert.
Das Heizöl ist rot eingefärbt, um es von herkömmlichem Diesel zu unterscheiden. Einige Fahrer versuchen jedoch, den Betrug zu vertuschen, indem sie Fahrzeugteile manipulieren. In einem Fall hatte ein Besitzer einen Dieselkraftstofffilter übermalt, um die Verwendung von Heizöl zu verschleiern. Abgesehen von den rechtlichen Risiken kann der Betrieb eines Dieselmotors mit Heizöl zu Motorschäden führen und die Schadstoffemissionen erhöhen.
Steuerhinterziehung in solchen Fällen kann mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren oder Geldbußen geahndet werden. Das Zollamt Aachen verzeichnet derzeit eine Zunahme solcher Verstöße. Bei Fragen oder Hinweisen ist die Behörde telefonisch oder per E-Mail erreichbar.
Fahrer, die beim Betanken ihrer Diesel-Fahrzeuge mit Heizöl erwischt werden, müssen mit hohen finanziellen Strafen und möglicherweise sogar Freiheitsentzug rechnen. Zudem besteht das Risiko von Motorschäden und einer erhöhten Umweltbelastung. Die Behörden überwachen die Kraftstoffnutzung weiterhin genau, um weitere Betrugsfälle zu verhindern.






