Wupperverband: Effektive Trockenheitsbewältigung und Baubeginn für neue Schlammverbrennungsanlage
Heinz-Josef ZirmeWupperverband: Effektive Trockenheitsbewältigung und Baubeginn für neue Schlammverbrennungsanlage
Der Wupperverband blickt auf sein 95-jähriges Bestehen zurück – ein Jahr, das von Fortschritten und zukunftsweisender Planung geprägt war. 2025 feierte die Organisation mit über 40 öffentlichen Veranstaltungen und trieb gleichzeitig große Vorhaben voran: vom Hochwasserschutz bis zur digitalen Modernisierung. Neue Infrastrukturprojekte, darunter eine Kläranlage und eine Klärschlammverbrennungsanlage, stehen nun bevor.
Das Jahr 2025 brachte für den Wupperverband sowohl Herausforderungen als auch Erfolge. Eine schwere Frühlingstrockenheit belastete die Wasserversorgung, doch durch angepasstes Talsperrenmanagement konnten 9,2 Millionen Kubikmeter Wasser erhalten bleiben. Gleichzeitig blieb trotz Niedrigwasser das ökologische Gleichgewicht der Wupper gewahrt.
Neben der Trockenheitsbewältigung baute der Verband seinen Hochwasserschutz aus. Einundzwanzig neue Sensoren und ein Pegelmessgerät in Leichlingen stärkten das Überwachungsnetz. Im Anschluss ging das Bergische Hochwasser-Meldesystem 4.0 an den Start – eine KI-gestützte Lösung, die lokale Überflutungen präziser vorhersagt.
Auch die Renaturierungsarbeiten an Wipper und Murbach wurden 2025 abgeschlossen. Die Maßnahmen verbesserten die Fischwanderwege und erhöhten den Hochwasserschutz. Parallel schritt die digitale Transformation des Verbands mit der Einführung von SAP S/4 HANA voran, um Prozesse effizienter zu gestalten und zukünftige Anforderungen zu meistern.
Für die kommenden Jahre plant der Wupperverband den Bau einer modernen Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen, die bis Ende 2028 eine veraltete Anlage ersetzen soll. Zudem entsteht in Leverkusen bis 2032 eine große Kläranlage, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Leverkusen und dem Rheinisch-Westfälischen Wasserverband (RWV). Leichte Anpassungen der Beitragssätze in einigen Gebieten sind im Haushalt 2026 vorgesehen.
Die jüngsten Initiativen des Wupperverbands umfassen Hochwasserschutz, Wassersicherung und digitale Modernisierung. Mit den geplanten Infrastrukturprojekten positioniert sich der Verband für langfristige Effizienz und Resilienz. Die Kläranlage 2032 und die Verbrennungsanlage 2028 markieren dabei wichtige Meilensteine der weiteren Entwicklung.
