Wuppertals Polizei leidet unter maroden Gebäuden – doch Hilfe kommt erst 2030
Gerlinde HeinrichWuppertals Polizei leidet unter maroden Gebäuden – doch Hilfe kommt erst 2030
Polizeistandort in Wuppertal verfällt – Beamte arbeiten unter prekären Bedingungen
Ein wichtiger Polizeistandort in Wuppertal bröckelt dahin: Beamte müssen in Gebäuden arbeiten, die von Wasserschäden, Schimmel und Schädlingsbefall geplagt sind. Trotz der anhaltenden Probleme zahlt die Behörde weiterhin jährlich rund 4 Millionen Euro Miete für das marode Objekt in der Müngstener Straße. Dort sind unter anderem wichtige Einheiten wie die Taucherstaffel, die Diensthundeführer und die bewaffneten Spezialeinsatzkräfte stationiert.
Die Wuppertaler Polizei kämpft seit Jahren mit sich verschlechternden Bedingungen. Notdürftige Reparaturen an Duschen und Teilen des Daches haben kaum Abhilfe geschaffen. Bei starkem Regen sollen Beamte nach Angaben des Polizeigewerkschafters Björn Lüdtke sogar durch Abwässer waten müssen, nachdem Rohre geplatzt seien.
1,1 Milliarden Euro für Polizeibauten – doch das Geld kommt erst 2030
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat zwar zusätzliche Mittel in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die Polizeiinfrastruktur ab dem nächsten Jahr zugesagt – doch die Gelder fließen frühestens 2030. Reul besteht darauf, dass der Standort weitergenutzt werden muss, lehnt aber überzogene Sanierungskosten ab. Eine vollständige Modernisierung würde die jährliche Miete auf 30 Millionen Euro hochtreiben – eine Summe, die Wuppertals Polizepräsident Markus Röhrl kategorisch zurückweist.
Oppositionspolitiker im Landtag werfen dem Finanzminister vor, er nutze überhöhte Mieten, um seinen eigenen Haushalt zu entlasten. Unterdessen räumt der Polizepräsident ein, dass bei der Instandhaltung des Gebäudes kaum Fortschritte erzielt wurden. Die Beamten bleiben mit den desolaten Zuständen allein.
Keine Lösung in Sicht – Streit um Sanierung und Miete geht weiter
Der Wuppertaler Polizeistandort bleibt in einem desolaten Zustand, ohne dass eine schnelle Lösung in Aussicht wäre. Zwar sind langfristige Finanzmittel zugesagt, doch bis das Geld fließt, vergehen noch Jahre – die Beamten müssen weiterhin unter unsicheren Bedingungen arbeiten. Der Streit über Sanierungskosten und Mietpreise dauert an, eine Einigung über die dringend notwendige Instandsetzung der maroden Infrastruktur ist noch nicht in Sicht.






