Wuppertaler Mieter frieren wegen Streit um Fernwärme-Vertrag ein
Heinz-Josef ZirmeWuppertaler Mieter frieren wegen Streit um Fernwärme-Vertrag ein
Ein Streit über die Fernwärmekosten hat die Mieter des Wuppertaler ELBA Zukunftswerk seit fast einer Woche ohne Heizung zurückgelassen. Der Konflikt tobt zwischen dem Vermieter des Gebäudes und dem städtischen Versorger WSW, der die Wärmeversorgung gekappt hat, nachdem er den Handyvertrag mit der Immobilie beendet hatte.
Auslöser des Streits war die Kündigung des Handyvertrags durch die WSW. Der Versorger begründete dies mit unüberbrückbaren Differenzen bei der Preisgestaltung, die den Vertrag unwirtschaftlich machten. Daraufhin urteilte das Landgericht Wuppertal, dass die Methode der WSW, die Fernwärmekosten an die Gaspreise zu koppeln, rechtswidrig sei.
Die juristischen Vertreter des ELBA Zukunftswerk bezeichneten die Abschaltung als unverhältnismäßig und als direkten Verstoß gegen die Rechte der Mieter. Die WSW hat inzwischen gegen das Urteil Berufung eingelegt, sodass die Angelegenheit weiterhin ungelöst bleibt, während das Oberlandesgericht Düsseldorf den Fall prüft.
Ein neuer Handyvertragsvorschlag der WSW liegt bisher ununterzeichnet vor. Der Konflikt war erstmals im Dezember 2025 eskaliert, wobei sich politische Parteien wie AfD, CDU, Grüne und FDP zu der Thematik äußerten.
Während der Rechtsstreit sich hinzieht, müssen die Mieter weiterhin in kalten Räumen ausharren. Eine endgültige Entscheidung des Düsseldorfer Gerichts wird zeigen, ob das Preismodell der WSW Bestand hat oder ob die Wärmeversorgung unter geänderten Bedingungen wiederhergestellt werden muss. Bis dahin bleibt das Gebäude vom Fernwärmenetz abgeschnitten.
