Wuppertal tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising zeigt Solidarität mit Frauen
Gotthold UllmannWuppertal tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising zeigt Solidarität mit Frauen
Wuppertal schließt sich Hunderten deutscher Städte an: Protest gegen Gewalt an Frauen im Rahmen von One Billion Rising"
An einem Wochentag auf dem Johannes-Rau-Platz lenkte ein Flashmob im Rahmen der One Billion Rising-Kampagne die Aufmerksamkeit auf das Thema – mit Tanz und roten Tüchern als Symbol gegen Gewalt an Frauen. Die Aktion findet statt, während lokale Frauenhäuser aufgrund steigender Fälle häuslicher Gewalt Rekordnachfrage verzeichnen.
Die Kundgebung in Wuppertals Innenstadt war bewusst so terminiert, dass auch Schulklassen teilnehmen konnten. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Stadt fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert, wobei Frauen die überwiegende Mehrheit der Opfer stellen. Die örtlichen Frauenhäuser sind seit Monaten vollständig ausgelastet und kämpfen mit der Bewältigung der Nachfrage.
Wuppertal gehört zu den rund 150 deutschen Städten und Gemeinden, die sich zwischen 2021 und 2025 an One Billion Rising beteiligen. Die weltweite Kampagne setzt auf Tanz und öffentliche Aktionen, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Auch in der Nachbarregion Bergisches Land – etwa in Solingen, Sprockhövel und Wülfrath – fanden zum Valentinstag Veranstaltungen statt.
Beim Wuppertaler Flashmob führten die Teilnehmenden choreografierte Tänze auf und schwenkten rote Stoffe – eine Farbe, die Solidarität mit Überlebenden und den Widerstand gegen geschlechtsspezifische Gewalt symbolisiert.
Die Demonstration in Wuppertal spiegelt eine bundesweite Problematik wider: Die Meldungen zu häuslicher Gewalt bleiben auf hohem Niveau, während Frauenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Aktivistinnen und Aktivisten fordern weiterhin mehr Bewusstsein und Unterstützung. Die diesjährigen One Billion Rising-Aktionen unterstreichen erneut den dringenden Handlungsbedarf gegen Gewalt an Frauen."
New Documentary Captures Wuppertal's Protest Voices
A documentary by Medienprojekt Wuppertal's young filmmakers now shares firsthand accounts from the 13 February 2026 protest on the Rathaus-Vorplatz. The film includes:
- *Interviews with participants discussing their personal experiences with gender-based violence.
- Footage of the choreographed dance performance and red cloth symbolism.
- Testimonies about demands for systemic change in domestic violence support systems.






