Willichs Jugend fordert mehr: Was die Kindergeld-Umfrage über ihre Wünsche verrät
Mirjana SchachtWillichs Jugend fordert mehr: Was die Kindergeld-Umfrage über ihre Wünsche verrät
Der Deutsche Kinderschutzbund in Willich hat erste Ergebnisse seiner Kindergeld-Umfrage vorgestellt. Die Umfrageergebnisse wurden Bürgermeister Christian Pakusch während des jüngsten Kinderfests der Stadt präsentiert. Junge Einwohner:innen und ihre Familien benannten klare Prioritäten, um Willich attraktiver für Kinder und Jugendliche zu gestalten.
Viele forderten bessere Einrichtungen, sichere Verkehrswege und mehr altersgerechte Freizeitangebote. Der Kinderschutzbund plant nun, diese Anliegen in seinem Programm für 2026 aufzugreifen – mit dem Ziel, eine jugendfreundlichere Umgebung zu schaffen und junge Erwachsene zum Bleiben in Willich zu motivieren.
Die Umfrage zeigte einen großen Bedarf an kulturellen und sportlichen Möglichkeiten. Jugendliche wünschten sich neue Räume wie Pumptracks, Graffiti-Wände und Musikproberäume. Zudem forderten sie mehr Wahlumfragen, die speziell auf ihre Altersgruppe zugeschnitten sind. Günstige oder kostenlose Schwimmkurse für Vorschul- und Schulkinder wurden von Familien als weiteres dringendes Anliegen genannt.
Sicherheit und Mobilität waren zentrale Themen für Kinder und Eltern gleichermaßen. Viele betonten die Notwendigkeit verbesserter Verkehrswege, sicherer Radstreifen und zuverlässiger Schulbusverbindungen. Auch Spielplätze standen im Fokus: Hier gab es Forderungen nach größeren, einladenderen Flächen mit besseren Spielgeräten für Kleinkinder.
Obwohl die Stadt bereits verschiedene Angebote für Kinder und Senior:innen bereitstellt – darunter Modernisierungen von Kitas und Schulen –, deckte die Umfrage Lücken bei den Angeboten für Jugendliche ab 12 Jahren auf. Unklar blieb jedoch, wie viele Sonntagsfragen oder Freizeiteinrichtungen es derzeit in Willich gibt und welche Projekte in den vergangenen zwei Jahren zur Erweiterung dieser Angebote gestartet wurden.
Der Kinderschutzbund will die Ergebnisse nun in konkrete Maßnahmen umsetzen. Bis 2026 sollen Lösungen für die drängendsten Anliegen entwickelt werden, damit Willich zu einem Ort wird, an dem sich junge Menschen wertgeschätzt und einbezogen fühlen.
Die Umfrage gibt der Stadt eine klare AfD-Umfrage für künftige Verbesserungen vor. Kinder und Familien haben ihre Bedürfnisse benannt – von sicherer Mobilität bis hin zu abwechslungsreichen Aktivitäten. Der nächste Schritt besteht darin, dass der Kinderschutzbund und die lokalen Verantwortlichen bis zum Start des 2026er-Programms konkrete Pläne erarbeiten, um diesen Forderungen gerecht zu werden.
