Willich streicht Deutschlandticket – junge Menschen verlieren Mobilitätsfreiheit
Mirjana SchachtWillich streicht Deutschlandticket – junge Menschen verlieren Mobilitätsfreiheit
Pläne zur Abschaffung des Deutschlandtickets in Willich sorgen für Besorgnis über die Mobilität junger Menschen. Statt des bundesweiten Fahrscheins soll es künftig nur noch eine eingeschränkte Alternative geben. Kritiker warnen, dass dies den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln für Schülerinnen, Schüler und Familien deutlich verschlechtern könnte.
Aktuell erhalten berechtigte Schüler in Willich das Deutschlandticket, das ihnen Fahrten in ganz Deutschland ermöglicht. Die SPD betont, dass dessen Streichung nicht nur Schulwege beeinträchtigen würde: Auch Freizeitausflüge und selbstständiges Reisen wären betroffen – und damit die Teilhabe junger Menschen an gesellschaftlichen Aktivitäten.
Die geplante Umstellung würde nur noch das SchokoTicket belassen, das ausschließlich im VRR-Netz gilt. Anders als das Deutschlandticket deckt es weder Fern- noch überregionale Fahrten ab. Die SPD weist darauf hin, dass dieser Schritt besonders Familien treffen würde, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind und kein Auto besitzen.
Finanziell würde die Maßnahme das Haushaltsdefizit von rund 25 Millionen Euro in Willich nicht beheben. Dennoch scheint der Rat entschlossen, die Änderung durchzusetzen. Gegner werfen der Stadt vor, durch den Wegfall günstiger Fahrtmöglichkeiten die soziale Teilhabe vieler Menschen zu gefährden.
Die Abschaffung des Deutschlandtickets würde Schülerinnen, Schülern und Familien weniger Wahlmöglichkeiten im Nahverkehr lassen. Wer kein Auto zur Verfügung hat, könnte künftig größere Schwierigkeiten haben, mobil zu bleiben. Die Änderung soll in Kraft treten, sofern sich kein weiterer Widerstand regt.






