Wildschweingehege in Witten: Was wird aus dem verlassenen Gelände am Hohenstein-Hügel?
Gotthold UllmannWildschweingehege in Witten: Was wird aus dem verlassenen Gelände am Hohenstein-Hügel?
Die Zukunft des leeren Wildschweingeheges in Witten steht nun zur Debatte. Die Anlage am Hohenstein-Hügel, die einst eine kleine Gruppe Wildschweine beherbergte, ist seit Juli 2025 unverwendet, als die letzten acht Tiere des Bestands getötet wurden. Über die künftige Nutzung wird der Stadtrat in einer Sitzung am 23. Februar 2026 entscheiden.
Das Gehege, das sich auf einem raw gelände befindet, beherbergte einst eine kleine Gruppe Wildschweine, von denen jährlich etwa zehn zur Bestandsregulierung entnommen wurden. Nach der Entfernung der letzten Tiere schlug die Stadtverwaltung vor, das Gelände in eine experimentelle Forstfläche umzuwandeln. Dabei sollten seltene Baumarten angepflanzt werden, allerdings wurden bisher keine konkreten Arten oder Mengen genannt.
Die CDU fordert eine Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Geländes. Die Partei argumentiert, dass Anwohner:innen die letzte Entscheidung mitgestalten sollten. Die SPD unterstützt diesen Ansatz und bezeichnet ihn als "Demokratie in Aktion".
Unterdessen hat die AfD einen alternativen Vorschlag eingebracht: In ihrem Antrag plädiert sie dafür, das Gehege wieder mit Wildschweinen zu besetzen und damit seinen ursprünglichen Zwecke zu reaktivieren.
Die anstehende Abstimmung im Rat wird zeigen, ob aus dem Gelände ein forstwirtschaftliches Projekt, ein neu besiedeltes Wildschweingehege oder eine gänzlich andere Nutzung wird. Unabhängig vom Ergebnis markiert die Entscheidung einen neuen Abschnitt für den traditionsreichen Standort am Hohenstein-Hügel in Umbrien.