13 April 2026, 08:11

Wie Welcome Dinner in Hamburg Kulturen durch gemeinsame Mahlzeiten verbindet

Ein stylisierter animierter Diagramm, das die Integration kultureller Institutionen in die Europäische Union veranschaulicht, mit Menschen, Maschinen, Boxen und verwandten Objekten und dem Text 'kulturelle Institution, Aggregator, Europeana' oben.

Wie Welcome Dinner in Hamburg Kulturen durch gemeinsame Mahlzeiten verbindet

Ein kleiner, aber entschlossener Kreis in Hamburg bringt Menschen weiterhin durch Essen und Gespräche zusammen. Die Initiative Welcome Dinner organisiert gemeinsame Mahlzeiten, bei denen Einheimische und Neuankömmlinge sich über selbstgekochte Gerichte austauschen und Geschichten teilen. Was 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingshilfe begann, verbindet heute noch leise Kulturen.

Auf ihrem Höhepunkt im Jahr 2015 veranstaltete die Initiative etwa 120 Abendessen pro Woche. Mittlerweile haben sich die Zahlen bei rund 20 bis 30 Treffen im Jahr eingependelt. Jeden Freitag erhalten die Mitglieder eine E-Mail mit Aktualisierungen und Einladungen für die kommende Woche.

Bei einem kürzlichen Abendessen öffnete Laura Trager ihre Tür für vier Fremde aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die sich zuvor noch nie begegnet waren. Darunter waren Sevgi und Kadir, ein türkisches Paar, das mit einer Platte selbstgemachten Börek ankam.

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Kadir, ein ausgebildeter Elektroingenieur, floh wegen politischer Verfolgung aus der Türkei. Heute lebt er mit seiner Familie in Deutschland und besucht gemeinsam mit Sevgi einen C1-Deutschkurs. Beide hoffen, bald wieder in ihren Berufen Fuß fassen zu können. Ihre größte Herausforderung bleibt jedoch die Suche nach einem festen Zuhause – trotz intensiver Bemühungen haben sie noch immer keine eigene Wohnung gefunden.

Das Ziel des Vereins ist simpel: Gleichberechtigte, zwanglose Begegnungen am Küchentisch schaffen. Keine Vorträge, keine Agenden – nur Gespräche, Essen und die Chance, Verbindungen aufzubauen.

Das Welcome Dinner-Projekt besteht weiter, wenn auch in kleinerem Rahmen als einst. Es bietet Neuankömmlingen wie Sevgi und Kadir einen Ort, um Sprachkenntnisse zu üben, Kontakte zu knüpfen und ihre Kultur zu teilen. Für Einheimische bleibt es eine Möglichkeit, Menschen kennenzulernen, denen sie sonst vielleicht nie begegnet wären. Die Abendessen gehen weiter – eine Mahlzeit nach der anderen.

Quelle