Wie Kölner Karnevalsvereine das mittelalterliche Erbe der Stadt bewahren
Mirjana SchachtWie Kölner Karnevalsvereine das mittelalterliche Erbe der Stadt bewahren
Bereit für die fünfte Jahreszeit
Der Spaß beginnt offiziell am 11.11. – doch in den Gebäuden der Kölner Stadtmauer herrscht eigentlich immer Karneval. Denn hier haben die Karnevalsvereine der Stadt ihren Sitz.
Cölner Karnevalstraditionen sind tief mit der mittelalterlichen Geschichte der Stadt verwurzelt. Mehrere langjährige Vereine haben nicht nur diese Bräuche am Leben erhalten, sondern auch Teile der alten Kölner Stadtbefestigung bewahrt. Ihre Bemühungen verbinden Feierlaune mit Kulturerbe und sorgen dafür, dass Wahrzeichen wie das Hahnentor bis heute im Mittelpunkt der Festlichkeiten stehen.
Die Roten Funken und die Blauen Funken zählen zu den ältesten Karnevalsgesellschaften der Stadt und blicken beide auf Wurzeln im 19. Jahrhundert zurück. Die Roten Funken sehen sich als Nachfolger der Kölner Stadtsoldaten des 17. bis 19. Jahrhunderts und führen bei Karnevalssitzungen parodistische Tänze auf. Vor ihrem Laden an der Ulrepforte haben sie eine lebensgroße Bronzefigur eines Funken aufgestellt – eine, die über ihre Website sogar „spricht“.
Vom Hahnentor bis zur Ulrepforte tun die Kölner Karnevalsvereine mehr, als nur zu unterhalten: Sie bewahren das historische Erbe der Stadt. Die Roten Funken, die Blauen Funken und die Prinzen-Garde halten sowohl Traditionen als auch Baudenkmäler lebendig. Dank ihres Engagements bleiben mittelalterliche Tore und Mauern fest mit den modernen Feierlichkeiten verbunden.
