Wie Katzen Politik, Luxushotels und Popkultur erobern
Von politischen Ämtern bis zu Luxushotels – Katzen besetzen seit langem einen besonderen Platz im öffentlichen Leben. Manche haben sogar Ministerpräsidenten überdauert, andere inspirieren Haute Couture und Filmschurken. Ihr Einfluss erstreckt sich über Kunst, Design und Popkultur – oft auf überraschende Weise.
Larry, der „Oberste Mäusejäger“ des britischen Kabinettsamts, ist zu einer Institution in der britischen Politik geworden. Der getigerte Kater diente unter sechs Premierministern und beobachtete gelassen den Wechsel an der Spitze – stets von seinem Posten aus.
Jenseits des Ärmelkanals thront Socrate, eine Heilige Birma, im Pariser Luxushotel Le Bristol. In der Lobby empfangen, begrüßt er Gäste mit königlich anmutender Gelassenheit. Seine Rolle folgt auf Fa-raon, den früheren felinen Botschafter des Hotels, der jahrelang dieselbe Position innehatte.
Auch Mode und Film haben Katzen als Symbole vereinnahmt. Karl Lagerfeld verwöhnte seine Heilige Birma Choupette berühmt-berüchtigt mit Privatjets und Designermenüs. Bei der Met Gala 2023 ehrte Doja Cat Choupette mit einem maßgeschneiderten Oscar-de-la-Renta-Look. Unterdessen inszenierte der ikonische James-Bond-Schurke Blofeld einen flauschigen weißen Perserkater als Zeichen bedrohlicher Eleganz.
Im schwungvollen London der 1960er Jahre galten Großkatzen als ultimatives Statussymbol. Die Schauspielerin Tippi Hedren hielt Dutzende, darunter einen Sibirischen Tiger namens Gregory. Selbst die Politik erhielt eine felinen Touch, als die ehemalige Model und EU-Parlamentarierin Elena Koudoura mit einem schicken, von Katzen inspirierten Auftritt eine Sitzung betrat.
Katzen prägen die Kultur weiterhin – sei es als Arbeitstiere, Musen oder Stilikonen. Ihre Präsenz in Politik, Gastgewerbe und Unterhaltung zeigt keine Anzeichen von Schwinden. Von Larrys Langlebigkeit bis zu Choupettes Luxusleben bleiben sie eine Konstante in einer sich ständig wandelnden Welt.






