Wesel tanzt gegen Gewalt: "One Billion Rising" am 14. Februar 2026 mit klarem Signal für Frauenrechte
Gerlinde HeinrichWesel tanzt gegen Gewalt: "One Billion Rising" am 14. Februar 2026 mit klarem Signal für Frauenrechte
Wesel beteiligt sich am 14. Februar 2026 an der globalen "One Billion Rising"-Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Die Stadt Wesel schließt sich am 14. Februar 2026 der weltweiten Aktion "One Billion Rising" an, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Veranstaltung ist Teil einer jährlichen Bewegung, die seit 2012 in deutschen Städten stattfindet. Das diesjährige Motto #WomenOnFire – Ni Una Menos unterstreicht den Kampf gegen patriarchale Gewalt. Lokale Verantwortliche rufen Betroffene gleichzeitig dazu auf, Unterstützung bei spezialisierten Hilfsangeboten zu suchen.
Die Kampagne "One Billion Rising" wurde von der Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen, um sich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für Frauen und Mädchen einzusetzen. Seit 2012 organisiert die Initiative jährlich Kundgebungen in Städten wie Berlin, Köln und Frankfurt – meist rund um den Valentinstag. Zwar gibt es keine offizielle Statistik über alle teilnehmenden deutschen Kommunen, doch die Bewegung bleibt bundesweit aktiv.
Das diesjährige Motto #WomenOnFire – Ni Una Menos knüpft an die feministische Bewegung Ni Una Menos ("Nicht eine weniger") an, die 2015 in Argentinien entstand, um Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen. Der Slogan betont die Dringlichkeit, strukturelle Gewalt gegen Frauen zu beenden.
Allein in Deutschland registrierte die Polizei 2024 265.942 Opfer von Gewalt – 73 Prozent davon waren Frauen. Angesichts dieser Zahlen appellieren Wesels Bürgermeister Rainer Benien und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Schmitz-Lenneps an betroffene Frauen und Mädchen in Krisensituationen, sich an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen zu wenden. Hilfe gibt es unter der Telefonnummer 116 016 oder online unter www.hilfetelefon.de.
Die "One Billion Rising"-Veranstaltung 2026 in Wesel reiht sich in die langjährige Kampagnenarbeit in ganz Deutschland ein. Durch die Verbindung von globalem Aktivismus mit lokaler Unterstützung wollen die Organisator:innen das Bewusstsein für das Thema schärfen und Betroffenen Ressourcen an die Hand geben. Das Hilfetelefon und die Online-Beratung stehen allen zur Verfügung, die sofortige Hilfe benötigen.
