22 February 2026, 04:19

Weißstörche in NRW feiern Rekordjahr mit über 1.000 Brutpaaren

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Storchs, der über ein Nest fliegt und seine Flügel ausbreitet, das Nest befindet sich auf der rechten Seite des Bildes, mit Text unten.

Angepasster Storch - Die Neue Welt der Weißen Storken - Weißstörche in NRW feiern Rekordjahr mit über 1.000 Brutpaaren

Rekordzahlen für Weißstörche in Nordrhein-Westfalen: 1.027 Brutpaare und 1.540 flügge Jungvögel gezählt

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben Weißstörche einen neuen Höchststand erreicht: 2025 wurden 1.027 Brutpaare und 1.540 flügge Jungvögel gezählt. Die Vögel kehren zwar früher aus ihren Winterquartieren zurück als in früheren Jahrzehnten, doch in diesem Jahr verzögerte kaltes Wetter ihre Ankunft leicht.

Noch in den 1980er-Jahren stand der Bestand des Weißstorchs in NRW kurz vor dem Aussterben – 1991 gab es nur noch drei Brutpaare. Dank gezielter Artenschutzmaßnahmen und verbesserten Lebensbedingungen hat sich die Population seitdem erholt.

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In diesem Jahr trafen die ersten Störche nach ihrem Winteraufenthalt in Südeuropa wieder in Deutschland ein. Viele von ihnen überwintern mittlerweile in Spanien und Portugal, statt wie früher bis nach Westafrika zu ziehen. Die westliche Route bietet ihnen sicherere Reisebedingungen und zuverlässige Nahrungsquellen, etwa auf Mülldeponien.

Der Konkurrenzkampf um Nistplätze hat zugenommen, da immer mehr Störche die Reise überleben und früher zurückkehren, um traditionelle Brutstätten zu besetzen. Besonders im Kreis Minden-Lübbecke, vor allem in Petershagen, haben sich große Kolonien gebildet – dort wurden 2025 insgesamt 190 Brutpaare registriert. Auch der Kreis Wesel und die Lippe-Auen zählen weiterhin zu den wichtigen Lebensräumen.

Grundbesitzer können die Tiere unterstützen, indem sie alte Wagenräder oder ähnliche Konstruktionen als Nisthilfen anbringen und für ausreichend Nahrung in der Nähe sorgen. Mittlerweile folgen über 95 Prozent der Störche der westlichen Zugroute, die weniger beschwerlich ist und bessere Überlebenschancen bietet.

Die Erholung des Weißstorchbestands in NRW ist ein Erfolg des Artenschutzes und veränderter Zuggewohnheiten. Da immer mehr Vögel in Europa überwintern und früher zurückkehren, werden sie wieder zu einem vertrauten Bild in der Landschaft. Die Rekordzahlen von 2025 markieren eine bemerkenswerte Wende nach dem dramatischen Einbruch der 1980er-Jahre.