23 May 2026, 16:16

"Weidemilch": Warum der Name oft mehr verspricht als er hält

Wussten Sie, dass Weidemilch nicht immer Weidemilch ist?

"Weidemilch": Warum der Name oft mehr verspricht als er hält

Milchprodukte mit der Bezeichnung *„Weidemilch“ suggieren, dass Kühe Zeit auf der Weide verbringen. Doch der Begriff ist nicht klar rechtlich definiert – und sorgt so für Verwirrung bei Verbrauchern. Viele gehen davon aus, dass solche Milch ausschließlich von Weidetieren stammt. Doch das ist nicht immer der Fall.**

Für „Weidemilch“ müssen Kühe zwar mindestens 120 Tage im Jahr – und dabei täglich mindestens sechs Stunden – auf der Weide grasen. Doch für die restliche Zeit gelten unterschiedliche Haltungsbedingungen, die stark variieren können. In dieser Phase dürfen die Tiere auch angebunden oder ausschließlich im Stall gehalten werden.

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Bei bestimmten Siegeln ist Anbinden jedoch verboten: Produkte mit den Haltungsform-Kennzahlen 3, 4 oder 5 auf der Verpackung sowie solche mit den Labeln „Pro Weideland“ oder „Für mehr Tierschutz“ (Premium-Stufe) schließen die Anbindhaltung komplett aus. Gleiches gilt für Bio-Siegel. Milch, die lediglich das „Label 3“-Logo trägt – ohne den Zusatz „Weidemilch“ –, kann hingegen von Kühen stammen, die nie auf die Weide kommen.

Zwar fördert Weidegang die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere, doch die Standards unterscheiden sich deutlich. Die Verbraucherzentrale NRW weist auf ihrer Website auf diese Unterschiede hin und gibt Einkaufshilfen für Verbraucher.

Wichtig zu wissen:„Weidemilch“ garantiert keinen ganzjährigen Weidegang. Wer mehr über die Haltungsbedingungen außerhalb der 120 Weidetage erfahren möchte, sollte auf zusätzliche Label achten. Weitere Infos gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/node/35574.

Quelle