WDR verlässt historischen Standort in Köln-Bocklemünd bis 2028
Heinz-Josef ZirmeWDR verlässt historischen Standort in Köln-Bocklemünd bis 2028
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) bereitet sich darauf vor, seinen langjährigen Standort in Köln-Bocklemünd zu verlassen. Der Sender plant, das Gelände nach der Verlegung wichtiger Abteilungen an neue Standorte bis 2028 zu verkaufen. Die Entscheidung folgt einem Wandel hin zu digitalen und agilen Produktionsmethoden.
Der Standort Bocklemünd war über Jahre ein zentraler Produktionsstandort des WDR. Hier befinden sich derzeit Studios für beliebte Formate wie "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause". Zudem diente der Standort als Produktionsbasis für die ehemalige ARD-Serie "Lindenstraße".
Der WDR hält das Gelände für moderne Arbeitsabläufe jedoch nicht mehr zeitgemäß. Der Sender will seine Ressourcen in zentraleren Kölner Lagen bündeln, um die Programmproduktion effizienter zu gestalten. Verlegt werden sollen unter anderem die Bereiche Veranstaltungstechnik, Werkstätten, Multimedia-Produktion und Studiohallen. Auch Verwaltungsfunktionen, Archive und der WDR-Innovationshub ziehen um.
Ein Projektteam wird die Anforderungen und möglichen Alternativen für den Umzug prüfen. Aktuell nutzen Mieter wie der zentrale Rundfunkbeitragsservice, die Bavaria Studios und die Film- und Theater-Ausstattung GmbH Teile des Geländes. Der WDR geht davon aus, dass alle betroffenen Einheiten bis 2028 an den neuen Standorten operativ sein werden; die vollständige Umsetzung des Projekts soll bis 2035 abgeschlossen sein.
Der Umzug markiert das Ende einer Ära für den Standort Bocklemünd. Mit dem Konsolidierungsplan will der WDR seine Arbeitsprozesse modernisieren und gleichzeitig die Effizienz steigern. Der Verkauf des Geländes soll erst erfolgen, wenn alle Abteilungen umgezogen sind.
