22 December 2025, 04:30

"Was machst du im Sommer?" - 50.000 Briefe an das Christkind

Der Einband des Buches "St. Nikolaus für November" zeigt Santa Claus und ein Kind.

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„Was machst du im Sommer?“ – 50.000 Briefe an das Christkind

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„Was machst du im Sommer?“ – 50.000 Briefe an das Christkind

Jedes Jahr gehen Zehntausende Briefe in einem kleinen Postamt im unterfränkischen Himmelstadt ein. Adressiert sind sie an das Christkind, Kirchplatz 3, und stammen von Menschen jeden Alters: von Kindern, die sich Geschenke erträumen, von Erwachsenen, die Trost suchen, sogar von Gefangenen, die nach Hoffnung fragen. Hinter jeder Antwort steckt ein Team von Ehrenamtlichen, das monatelang persönliche Briefe verfasst.

Die Tradition beginnt bereits im frühen Januar, wenn Rosemarie Schotte und ihr Mann zusammen mit bis zu 40 Helferinnen und Helfern damit beginnen, die Post zu beantworten. Bis Ende März wird gearbeitet, damit keine Nachricht unbeantwortet bleibt. Viele der Schreiben gehen an kranke Kinder oder einsame Erwachsene – oft nimmt sich Schotte selbst die Zeit, um tröstende Worte zu finden.

Die Wünsche sind vielfältig: Manche Kinder bitten um kleine Freuden wie Schokolade, andere sehnen sich nach Frieden oder ein Ende des Krieges. Erwachsene, darunter auch Häftlinge, schreiben von ihren Sorgen und suchen emotionalen Halt. Neugierige Kinder stellen dem Christkind dabei ganz praktische Fragen: Wie siehst du aus?Was machst du im Sommer?Helfen dir Engel? Bis Ende Dezember hat das Himmelstädter Team etwa 40.000 Briefe beantwortet. Weitere 10.000 warten noch auf eine Antwort im neuen Jahr. Das kleine Postamt ist eines von mehreren in Deutschland, die diese Tradition pflegen – doch die persönliche Note sorgt dafür, dass Jahr für Jahr neue Briefe eintreffen.

Das Christkind-Postamt in Himmelstadt bearbeitet jedoch mehr als nur Weihnachtswünsche. Es schafft eine Verbindung für Menschen, die sich allein fühlen, und schenkt durch handschriftliche Antworten Zuversicht. Für die Ehrenamtlichen ist die Arbeit eine Aufgabe der Fürsorge – Brief für Brief.