19 March 2026, 14:17

Vonovia verzeichnet Rekordgewinne 2025 – doch Mietpreise sorgen für Streit

Ein detailliertes altes Stadtplan von Weimar, Deutschland, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit begleitendem Text über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinne 2025 – doch Mietpreise sorgen für Streit

Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, verzeichnete 2025 kräftiges Wachstum. Die Erträge stiegen dank höherer Mieten im gesamten Portfolio – trotz Kritik an drastischen Mieterhöhungen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen Pläne an, den Wohnungsbestand auszubauen, während es Teile seines Immobilienbesitzes veräußert.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) legte um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 1,54 Milliarden Euro, ein Plus von 5,3 % gegenüber 2024. Treiber des Wachstums waren höhere Mieteinnahmen, wertsteigernde Dienstleistungen sowie Immobilienverkäufe.

Ende 2025 besaß Vonovia rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Marktwert von 84,4 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Miete im Portfolio stieg auf 8,38 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit lag die Durchschnittsmiete bei 8,19 Euro pro Quadratmeter, ein Zuwachs von knapp 4 %.

Das Unternehmen treibt den Neubau voran: 2025 entstanden 4.200 neue Wohnungen. Langfristig plant Vonovia über 65.000 zusätzliche Wohnungen auf eigenen Grundstücken. Gleichzeitig verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr 2.333 Wohnungen und strebt jährlich 3.000 bis 3.500 Veräußerungen an, um die Schuldenlast zu verringern. Auch nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte wie Seniorenimmobilien oder Minderheitsbeteiligungen könnten abgestoßen werden.

Besonders stark stiegen die Mieten in Großstädten wie Berlin, München und Frankfurt, wo die Preise im zweiten Quartal allein um 2,8 % bis 6,8 % kletterten. Die Nachfrage bleibt in Ballungsräumen aufgrund von Wohnungsmangel hoch, während in ländlichen Regionen die Mieten stagnieren oder sogar sinken. Der Deutsche Mieterbund warf Vonovia vor, "überzogene Mietsteigerungen" durchzusetzen, die über den gesetzlichen Grenzen lägen.

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Die Aktionäre profitieren von einer um drei Cent erhöhten Dividende, die nun bei 1,25 Euro pro Aktie liegt.

Vonovias Gewinne und Mieten stiegen 2025 – ein Spiegel des angespannten Wohnungsmarkts in Deutschland. Das Unternehmen setzt auf Expansion bei gleichzeitiger Schuldenreduzierung durch Verkäufe und Konzentration auf das Kerngeschäft. Während Aktionäre von einer höheren Dividende profitieren, bleibt die Kritik von Mietervereinigungen an den steigenden Kosten bestehen.

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