04 March 2026, 10:28

Vom Senegal nach München: Wie ein Taxifahrer dank FC Bayern zur Kultfigur wurde

Ein detaillierter alter Stadtplan von München, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und die umliegenden Gebiete mit detaillierten Details und klassischer Schrift zeigt.

Sein Verlangen nach seinen Bayern-Idolen trieb ihn nach München - Vom Senegal nach München: Wie ein Taxifahrer dank FC Bayern zur Kultfigur wurde

Isaak Cissé, ein in Senegal geborener Taxifahrer, wurde in München dank seiner Leidenschaft für den FC Bayern München und seiner witzigen Sportkommentare zu einer beliebten Persönlichkeit. Jahre lang begeisterte er die Zuschauer von Blickpunkt Sport mit seinen humorvollen Sketchen und seinem tief verwurzelten bayerischen Dialekt. Nun wird seine außergewöhnliche Lebensgeschichte in der BR-Sendung Lebenslinien vorgestellt.

Cissé kam 1954 in Dakar zur Welt und wuchs in Armut als eines von 13 Geschwistern auf. Ende der 1970er-Jahre zog er nach München, um seinen Fußballidolen vom FC Bayern München näher zu sein. Obwohl er anfangs Schwierigkeiten hatte, sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden, halfen ihm seine Liebe zum Verein und die Übernahme des bayerischen Dialekts – inklusive gerolltem "R" und lokaler Redewendungen – dabei, seinen Platz zu finden.

Mit der Zeit wurde Cissé ein bekanntes Gesicht bei Blickpunkt Sport, der Sonntagsabend-Sendung des Bayerischen Rundfunks. Seine humorvollen Fußballglossen und Kommentare machten ihn zur Kultfigur und brachten ihm den Titel "Münchens berühmtester Taxifahrer" ein. Jede Woche beendete er die Sendung mit einem heiteren Sketch oder einem schlagfertigen Spruch und verabschiedete die Zuschauer auf unterhaltsame Weise vom Fußballgeschehen.

Mittlerweile verheiratet und mit eigener Familie, plant Cissé, in seinen späteren Jahren nach Dakar zurückzukehren. Trotz seines Ruhmes in Bayern liegen seine Wurzeln weiterhin im Senegal, wo er seinen Lebensabend verbringen möchte.

Cissés Weg – von einer Kindheit im Senegal bis hin zur Münchner Legende – spiegelt seine Widerstandsfähigkeit und Herzlichkeit wider. Seine Beiträge zu Blickpunkt Sport hinterließen bleibende Spuren in der bayerischen Sportkultur. Das BR-Porträt Lebenslinien erzählt nun die Geschichte eines Mannes, der zwei Welten durch Fußball und Humor verband.