27 February 2026, 14:11

Volt-Fraktion will KI-Kameras gegen Schleichverkehr in Altenberg einsetzen

Eine belebte Stadtstraße mit zahlreichen Fahrzeugen, hohen Gebäuden, Verkehrsampeln, Strommasten mit Drähten, Texttafeln, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Volt-Fraktion will KI-Kameras gegen Schleichverkehr in Altenberg einsetzen

Vollsperrung der Altenberger Domstraße: Volt/Fraktion fordert KI-gestützte Überwachung gegen Schleichverkehr

Seit dem 9. Februar 2026 ist die Altenberger Domstraße zwischen Leverkusener Straße und Schlebuscher Straße für neun Monate voll gesperrt – Teil eines umfassenden Umgestaltungsprojekts. Autofahrer müssen seitdem einen langen Umweg in Kauf nehmen. Nun drängt die Volt/Fraktion auf elektronische Kontrollen, um zu verhindern, dass Anwohnerstraßen als illegale Abkürzungen missbraucht werden.

Die offizielle Umleitung über Leverkusen-Schlebusch verlängert die Fahrzeit um etwa 20 Minuten. Befürchtet wird, dass viele Fahrer stattdessen auf den Nittumer Weg und den Zehntweg ausweichen – schmale, schlecht beleuchtete Straßen, die für starken Verkehr nicht ausgelegt sind. Die Volt/Fraktion warnt, dass diese Wohngebiete sonst überlastet werden könnten.

Als Lösung schlägt die Fraktion KI-gestützte Kamerasysteme an den Zufahrten vor, um Anwohnerverkehrsregeln durchzusetzen. Die Technologie, die bereits in der Schweiz im Einsatz ist, soll unerlaubten Durchgangsverkehr erkennen – und dabei datenschutzkonform arbeiten. Orientiert wird sich an bestehenden Systemen zur Überwachung von Verkehrsregeln.

Betont wird, dass solche Überwachungsmaßnahmen eine klare rechtliche Grundlage und eine transparente Bürgerkommunikation benötigen, bevor sie umgesetzt werden. Ein offizieller Antrag zur Prüfung der Machbarkeit soll im Ausschuss für Mobilität und Verkehr am 3. März 2026 eingereicht werden.

Falls genehmigt, könnten die Kameras während der neunmonatigen Sperrung der Altenberger Domstraße illegale Abkürzungen verhindern. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, hängt von der Bewertung der rechtlichen und technischen Machbarkeit durch den Ausschuss ab. Die Stadtverwaltung hat sich bisher nicht zu dem Plan geäußert.