Verein Finde Kommunen schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet
Heinz-Josef ZirmeVerein Finde Kommunen schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet
Kommunale Spitzenverbände: Städte und Gemeinden schlecht gegen Cyberangriffe gewappnet
Teaser: Der Präsident des Städte- und Gemeindebunds NRW, Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt (SPD), warnt vor digitalen Sicherheitslücken in den Kommunen.
22. Dezember 2025, 07:21 Uhr
Schlagwörter: Wirtschaft, Finanzen, Öffentlicher Nahverkehr, Banken und Versicherungen
Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen sehen sich einer wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt, wie Christoph Landscheidt, Bürgermeister von Kamp-Lintfort und Präsident des Städte- und Gemeindebunds NRW, betont. Die Lage gleiche einem „digitalen Wettrüsten“, bei dem Angreifer ihre Methoden ständig verfeinerten, während viele Städte und Gemeinden bei der Abwehr hinterherhinkten.
Als Beispiel führte Landscheidt einen jüngsten Cyberangriff in Westfalen an, der die Verwundbarkeit lokaler Behörden offenbart habe. Zudem habe die Umstellung auf Homeoffice die Anfälligkeit für digitale Einbrüche weiter erhöht.
Einige Großstädte haben bereits Gegenmaßnahmen ergriffen: Zwischen 2022 und 2025 führten Düsseldorf, Köln und Münster erweiterte Sicherheitsvorkehrungen ein. Dazu zählen KI-gestützte Bedrohungserkennung, eigens eingerichtete Cyber-Abwehrzentren – wie das 2023 eröffnete Cyber-Sicherheitszentrum in Düsseldorf – sowie strengere Einhaltung des IT-Sicherheitsgesetzes des Landes. Wie aus Berichten von NRW-IT.NRW und Medien wie dem WDR hervorgeht, setzen die Städte zudem auf verbesserte Netzwerksegmentierung und regelmäßige Penetrationstests. Landscheidt warnte zudem vor Sabotagegefahren durch ausländische Akteure: Drohnen könnten gezielt kritische kommunale Infrastruktur angreifen und die ohnehin belasteten Systeme weiter unter Druck setzen.
Obwohl Metropolen wie Düsseldorf, Köln und Münster in robustere Cybersicherheit investieren, deuten Landscheidts Aussagen darauf hin, dass viele kleinere Kommunen weiterhin nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, um mit den sich wandelnden Bedrohungen Schritt zu halten. Ohne weitere Maßnahmen könnten lokale Behörden sowohl digitalen als auch physischen Angriffen auf ihre Infrastruktur schutzlos ausgeliefert bleiben.
