Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr und Politik alarmiert
Gotthold UllmannVerallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs in Gefahr und Politik alarmiert
Der Glashersteller Verallia hat angekündigt, sein Werk in Essen zu schließen. Durch die Schließung sind 310 Arbeitsplätze bedroht, was bei lokalen Politikern auf scharfe Kritik stößt. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "harten Schlag für den Industriestandort Essen".
Das Essener Glaswerk ist der jüngste Fall in einer Reihe von Produktionsstätten-Schließungen, die die Region treffen. In den vergangenen fünf Jahren gingen rund 1.200 Arbeitsplätze in der Glas- und Verpackungsindustrie verloren. 2023 strich der Konzern Saint-Gobain 800 Stellen, als er sein Essener Glaswerk schloss. Ein Jahr zuvor hatte die Ardagh Group ein Verpackungswerk dichtgemacht, wodurch weitere 400 Jobs wegfielen.
Die Stadtspitze hat den betroffenen Beschäftigten Unterstützung zugesichert. Essen will eng mit Verallia, dem Betriebsrat und der Arbeitsagentur EWG zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Umschulungen, Vermittlung in neue Arbeitsplätze sowie mögliche Nachnutzungen des Geländes.
Kufen betonte die Bedeutung des Werks für die Essener Wirtschaft. Er versprach, eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um die Folgen für die Mitarbeiter und die gesamte Region abzufedern.
Die Schließung bedeutet einen weiteren Rückschlag für die Essener Industriebelegschaft. Die Stadt wird sich nun darauf konzentrieren, für die 310 von Entlassung bedrohten Beschäftigten neue Perspektiven zu schaffen. Gleichzeitig soll das Gelände eine neue Nutzung erhalten, während den Betroffenen sofortige Hilfe angeboten wird.
